Dienstag, 02 Mai 2017 18:59

ACR GT3 Masters – Das packende Finale

geschrieben von Max

Die Meisterschaft in der Fahrerwertung war vor dem letzten Lauf in Brands Hatch auf den ersten drei Plätzen noch völlig offen und das Ergebnis des Sprintrennens versprach maximale Spannung für das Hauptrennen. Aber der Reihe nach.

Mit wenigen Punkten Vorsprung ging Max Wandel vor seinem Teamkollegen Matthias Rudolph und Max Gripp im McLaren als WM-Führender ins Rennwochenende. Doch als Favoriten galten die beiden Lamborghini von Team Blackwing mit Sicherheit nicht. Dafür ist die Charakteristik der Strecke viel zu sehr auf Boliden mit hervorragender Aerodynamik ausgelegt, weniger auf Fahrzeuge, die ihre Stärke auf langen Geraden mit hohen Topspeed-Werten ausspielen können. Zusätzliche Erfolgsgewichte aus Mugello für beide Lamborghini Huracan GT3 rundeten die Verteilung der Favoritenrolle ab. Und so stellten sich auch die Trainingsergebnisse dar und bestätigten die Einschätzung. Max Wandel und Matthias Rudolph konnten dem McLaren nur hinterher hecheln, fast eine Sekunde fehlte beiden Fahrern auf die Trainingsbestzeit von Max Gripp. Zudem schoben sich im Training noch einige Fahrer zwischen die Kampfhähne, unter anderem Markenkollege Michael Greinig, Dennis Schmitz im BMW und Ronny Dee im Porsche 911 GT3-R. Die Hoffnung auf Schützenhilfe im WM-Kampf war für Max Gripp also durchaus gegeben.

 

Qualifying – Alles anders als erwartet

Als die Boxengasse nach dem Qualifying für Reporter geöffnet wurde und man Max Wandel unter dem Beifall seiner Mechaniker aus dem Auto aussteigen sah, konnte man erahnen, dass es für den Meisterschaftsführenden nicht schlecht gelaufen war.

„Ja, was soll ich schon groß sagen, ein besseres Ergebnis hätte ich mir unter den gegebenen Umständen nicht vorstellen können. Anscheinend kamen einige meiner Kollegen mit den niedrigen Gripwerten nicht so gut zurecht – der ausschlaggebende Punkt war aber mit Sicherheit das Wetter. Eine Woche lang haben hier Mechaniker und Ingenieure alles versucht, damit Matthias Rudolph und ich auch auf der weichen Gummi-Mischung fahren können, aber nichts hat funktioniert. Ab der Hälfte der Outlap waren die Reifen schon außerhalb ihres Arbeitsfensters. Durch den Wetterumschwung zum Qualifying habe ich es dann einfach nochmal mit den Soft probiert, nachdem ich mit den Mediums eine akzeptable Zeit gesetzt hatte. Und zu meiner Überraschung brachte das die nötigen Zehntel, um von Platz 2 aus neben Max Gripp morgen ins Rennen zu gehen. Perfekt, wenn man bedenkt, dass Überholmanöver hier in Brands Hatch eher selten an der Tagesordnung sind. Vielleicht glückt mir ja sogar der Clou mich am Start vorbei zu quechuan. Aber darum kümmern wir uns morgen, vielen Dank ans Team bis hier her.“

 

Im Training unschlagbar unterstrich Max Gripp auch im Qualifying seine Ambitionen die Fahrer-WM noch für sich zu entscheiden. Als Erster fuhr er selbstbewusst aus der Box heraus und sicherte sich mit der ersten gezeiteten Runde bereits die Pole Position. Auf Angriffe der Konkurrenz reagierte er stets mit Verbesserungen der eigenen Runde. Ein souveränes Qualifying, bei dem der erste Startplatz nie ernsthaft in Gefahr schien.

Auf Startplatz 3 und 4 folgten dann wenig überraschend Michael Greinig und Dennis Schmitz, die sich bereits im Training unter den Top3 etablieren konnten.

In Startreihe 3, Platz 5 dann ein giftiger rot grüner McLaren. Entgegen aller Prognosen zelebrierte Patrik Sander das beste Qualifikations-Ergebnis der Saison, wobei er einige andere schnelle Piloten hinter sich lassen konnte. Unter anderem Matthias Rudolph, Ronny Dee und Frenk.

Apropos Frenk, im Fernduell um Platz 4 in der Gesamtwertung mit Clemens Fida konnte er sich mit einem soliden Qualifying die bessere Ausgangslage für den Kampf sichern.

Sprintrennen – Keine Entscheidung im WM-Kampf 

Der frühe Morgen am Renntag ist typisch britisch – neblig, die Regentropfen groß wie Erbsen. Denkbar schlechte Voraussetzungen für die Fahrer der GT3 Masters, die bis jetzt nur heiße trockene Rennen in Südeuropa bzw. Australien erlebt hatten. Glücklicherweise legte sich der Schauer lange vor dem Rennstart, sodass wenigstens die Strecke abtrocknen konnte. Zurück blieb eine stark abgekühlte Strecke und kalte frische Luft. Bedingungen, die die meisten Fahrer nutzten, um für das elf Runden lange Sprintrennen die Soft-Reifen aufzuziehen. Ausnahme blieben die beiden Lamborghini und vereinzelte Porsche-Fahrer, die kein Risiko eingehen wollten.

Der Start an sich verlief völlig problemlos. Trotz leicht besseren Starts schaffte es Max Wandel sich nicht in eine Angriffsposition gegenüber Max Gripp zu bringen. Damit war das am Vortag erhoffte Manöver vom Tisch und die Devise lautete auf einen Fehler von seinem Vordermann zu hoffen.

Teamkollege Matthias Rudolph erlebte derweil einen Traumstart. Von Position 6 aus beschleunigte er Patrik Sander im McLaren bis zur ersten Kurve aus und als sich dann in Kurve 2 auch noch die innere Linie vor ihm öffnet, weil sich Michael Greinig und Dennis Schmitz in die Quere kamen, findet er sich in Anfahrt zur nächsten Kurve schon auf dem dritten Platz wieder, direkt hinter seinem Teamkollegen. Und das war es auch schon mit den Überholmanövern in der Spitzengruppe. Fehlerfreie Rennen aller Beteiligten führte zu einem hintereinander herfahren ohne große Versuche unüberlegte Überholmanöver zu starten.

Im Mittelfeld war da schon mehr Action geboten. Immer wieder kam es auf der engen Strecke zu Zweikämpfen, die aber größtenteils fair abliefen. In einen der wenigen Zwischenfällen war leider Frenk verwickelt, der noch immer um Platz 4 in der Gesamtwertung kämpfte. Nach seinem unverschuldeten Ausritt gelang ihm der Strecke geschuldet leider keine große Aufholjagd mehr. Glück im Unglück, sein direkter Konkurrent Clemens Fida hatte auch so seine Schwierigkeiten und landete sogar einen Platz hinter ihm auf Position 17.

Hauptrennen – Alles oder nichts

Die Ausgangslage für das Hauptrennen war klar. Fünf Punkte Vorsprung konnte Max Wandel vor Max Gripp in den letzten Lauf der Saison mitnehmen. Dem Reversed-Grid geschuldet, startete der McLaren hinter dem Lamborghini auf der letzten Startposition. Ein Sieg im letzten Rennen und auch der zweite Platz würde Max Wandel nicht ausreichen, um in der Gesamtwertung vorne zu bleiben.

Die Taktik von Team Blackwing war ebenfalls offentsichtlich. Max Wandel an seinem Teamkollegen vorbei lotsen und diesen als Puffer möglichst lange zwischen den Konkurrenten zu halten. Hitzige Diskussionen am Kommandostand von Team Blackwing gab es trotzdem. Agieren oder reagieren bezüglich des Boxenstopps war immer wieder die Frage.

Nach der 6. Runde die Auflösung: Nach einem guten Start pflügten sich beide Lamborghini durch das Feld und hatten bereits einen kleinen Vorsprung heraus gearbeitet, den man nutzen wollte. Man agierte, vollzog den frühen Stopp und tauschte dabei direkt die Plätze. Von jetzt an hieß es den Hammer fallen zu lassen und alles im letzten Rennen aus dem Auto heraus zu holen. Eine Runde später die Bestätigung für den frühen Boxenstopp. Beide Blackwing-Fahrer konnten sich wieder vor Max Gripp einsortieren. Boxenstopp-bereinigt war die Ausgangslage jetzt noch klarer. Wollte Max Gripp die Chance auf den Fahrertitel waren, musste er an Max Wandel vorbei gehen und bestenfalls noch zwei Autos zwischen sich bringen.

In der Folge dann die spannendste Phase des Rennens. Matthias Rudolph unterläuft schnell ein Fahrfehler, den Max Gripp ausnutzen kann und die finale Aufholjagd zum Titelgewinn einläutet. Genau acht Sekunden Rückstand gilt es auf Max Wandel aufzuholen und der Rückstand schmilzt Runde um Runde. Als es noch knapp über drei Sekunden Vorsprung sind der Schreckensmoment für Max Wandel. In der Anbremsphase zu Kurve 1 taucht aus dem Nichts der Ferrari von Rayleigh auf, der gerade aus der Boxengasse biegt. Dem Schrecken weicht allerdings schnell  die Gewissheit ein weiteres Auto zwischen sich und Max Gripp gebracht zu haben, als der Lamborghini-Fahrer außen herum in Turn 1 an Rayleigh vorbei gehen kann. Eben dieser Vorfall wird zwei Runden später der entscheidende Faktor zur Vorentscheidung in der Fahrerwertung.

Max Gripp läuft auf den vor ihm fahrenden Ferrari auf und entscheidet sich in der falschen Situation für zu viel Risiko. Als Rayleigh in Turn 4 die Tür ziemlich weit offen lässt, entscheidet sich der McLaren-Fahrer sich an die Fahrertür des Ferrari hinein zu bremsen. Ein Manöver mit dem Rayleigh an der Stelle nicht rechnet und die Linie zuzieht. Blechschäden, Dreher beider Boliden und die Vorentscheidung im Titelkampf sind die Folge.

Ab dem Zeitpunkt ist der Rest des Rennens schnell zusammen gefasst. Max Wandel fährt gebetsmühlenartig seinen Stiefel herunter und greift in der letzten Runde sogar noch den Führenden tabis an, steckt allerdings zurück und beendet das Rennen als Zweiter.

Max Gripp unterläuft ein weiterer kleiner Fahrfehler in Kurve 1 und hat zudem erneut einen dieses Mal unverschuldeten Kontakt mit Rayleigh, was ihm weitere Plätze kostet. Nutznießer davon ist Matthias Rudolph, der sich so noch Platz 2 in der Fahrerwertung zurück erobern konnte, nachdem er nach dem Sprintrennen auf Platz 3 zurück gefallen war.

Aber auch die weiteren Plätze in der Gesamtwertung waren noch nicht entschieden. Nach einem bescheidenen Sprintrennen konnte sich Frenk im Hauptrennen in Szene setzen und verpasste das Podium mit Platz 4 nur knapp. Auf jeden Fall beendete er das Rennen deutlich vor seinem Hauptkonkurrenten Clemens Fida, der auf Brands Hatch mit seinem Nissan GTR GT3 nie zu gewohnter Stärke fand. Ein enttäuschender 14. Platz kostete ihm viele Punkte, die auch am Ende in der Gesamtwertung für ein Top5-Ergebnis fehlten. Hier kann man getrost tabis als großen Sieger des letzten Rennwochenendes bezeichnen, der mit einem Sieg im letzten Rennen der Saison aus einem Top10-Finish kurzerhand ein Top5-Finish machte. Mit zwei Punkten Vorsprung denkbar knapp vor Ronny Dee, der unglücklicherweise das Hauptrennen auf Platz 13 abschloss und so den fünften Platz in der Gesamtwertung noch verlor.

Drei Position weiter vorne lieferte sich währenddessen sein Teamkollege Sven Walther ein Foto-Finish mit Patrik Sander, welches er nach rundenlangen Kämpfen letztlich für sich entscheiden konnte, Platz 10. Erwähnenswert auch der gute 7. Platz von aleex im letzten Rennen der Saison. Damit katapultierte sich das Team Scuderia Victoria direkt aus dem Windschatten noch an Forza Engineering vorbei für den dritten Platz der Konstrukteurs-WM, hinter Rost Racing und Team Blackwing.

 

Interview mit dem Gewinner der ACR GT3-Masters

Nach der feierlichen Krönung des neuen Champion konnten wir Max Wandel freudestrahlend in der Boxengasse für ein kleines Interview abfangen.

Hallo Max, kannst du uns schon an deiner Gefühlslage teilhaben lassen? Was geht dir durch den Kopf mit der Gewissheit, dass du der neue Champion bist?   

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich denken oder sagen soll. Siege in einzelnen Rennen habe ich mir im Vorhinein der Saison schon ausgemalt, aber das ich saisonübergreifend zu jeder Zeit ein Anwärter auf den Titel war, ist auch für mich überraschend gewesen. Es hat natürlich enorm zur Trainingsmotivation beigetragen und die vielen abgespulten Runden resultierten darin, dass ich auch mit Erfolgsgewichten zu jeder Zeit konkurrenzfähig war. Außer natürlich in Spa lacht.

Mit dem Gewinn der Meisterschaft bist du ganz oben angekommen. Was war ausschlaggebend für den Erfolg?

Das größte Dankeschön geht natürlich an mein Team und vor allem meinen Teamkollegen Matthias Rudolph. Woche für Woche stellte uns das Team super Material zur Verfügung, mit dem wir jederzeit konkurrenzfähig waren. Ausschlaggebend für den Titelgewinn war aber mit Sicherheit die enge Zusammenarbeit mit meinem Teamkollegen. Der Austausch über Kleinigkeiten bezüglich Strecke und Auto kann über die Saison hinweg gesehen einfach den Unterschied ausmachen. Jedes kleine Detail ist wichtig, wenn man um Titel fährt und die findet man selten allein. Dazu gehört natürlich auch das gemeinsame Training. Wenn einem von uns beiden der Fokus und die Motivation abhandengekommen waren, konnte der jeweils andere doch noch genügend Überzeugungsarbeit leisten, um doch noch die eine oder andere Runde zu drehen.

 

 

Gerüchten nach hat das Team Blackwing den Werksvertrag mit Lamborghini auf die GT3-Masters begrenzt. War das Team zufrieden mit eurer Leistung und wie fällt das Fazit zum Huracan GT3 aus?

Das kann ich so bestätigen, mit den Erfolgen in letzter Zeit hat sich das Team eine Position erarbeitet auf die wir in gewisser Weise auch stolz sind. Werksverträge stehen uns sozusagen offen und wir bestimmten größtenteils die Vertragsmodalitäten. Da halten wir uns natürlich alle Optionen offen und können so in die nächste Meisterschaft auch mit einem anderen Fahrzeug starten.

Das Lamborghini-Team war natürlich sehr zufrieden mit der Leistung der beiden Fahrer. Platz 1 und 2 und resultierend daraus natürlich auch der Titel in der Konstrukteurs-WM, besser geht es nicht.

Ich persönlich war mit dem Huracan auch sehr zufrieden und habe mich auf fast jeder Strecke mit dem Fahrzeug wohl gefühlt. Mein Teamkollege tat sich da etwas schwerer und vermisste oftmals die Leichtigkeit aerodynamisch starker Fahrzeuge. Bleibt also abzuwarten, ob man uns nochmal im Lamborghini wiederfinden wird.

Wie sehen die Planungen für den Sommer denn aus und was kannst du anderen Fahrern noch mitgeben?

Die Planung für den Sommer ist im vollen Gange und fast abgeschlossen. Nach den GT3-Masters steht jetzt erstmal die Endurance-Saison vor der Tür. Immer wieder ein Highlight mit allen zusammen, teamübergreifend die Vorbereitung zu absolvieren. Da geht es nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander um den Sieg.

Miteinander ist auch das Stichwort, wenn es um Tipps für andere Fahrer geht. Ich kann jedem nur raten am Ball zu bleiben. Meister sind noch nie vom Himmel gefallen und ich kann mich noch ganz genau an meine Anfangszeit erinnern. Keine Rennerfahrung, kein Gespür für das Momentum vom Auto und keine Ahnung von Setup-Einstellungen, um das Auto nach meinen Wünschen anzupassen. Auf den vorderen Plätzen hat man mich zumindest lange Zeit nicht gefunden. Zwei Jahre später bin ich Champion eines so stark besetzten Feldes. Wie das geht?

Engagement und den Mut eigene Schwächen einzugestehen. Bei ACR gibt es Experten in jedem Bereich. Was kann ich einstellen, um das Fahrzeug auf der Hinterachse ruhiger zu machen? Wo sind der genaue Bremspunkt und die Linie für Kurve 3? Wo sind die Stärken und Schwächen meines Fahrzeugs und wie spiele ich diese aus? Egal welches Problem ihr habt, um eure eigene Leistung zu steigern, irgendjemand hat dafür eine Lösung parat. Habt den Mut, sucht den Kontakt und fragt nach. Stagniert nicht in eurer Entwicklung. Wer das möchte und den nötigen Einsatz zeigt, kann sich bei ACR zu einem Top-Fahrer entwickeln, der sowohl national bzw. international, als auch communityübergreifend immer mit Siegchancen in der Startaufstellung steht.

Zu guter Letzt gilt meinem dank all denen, die zu dieser traumhaft guten Durchführung der Meisterschaft beigetragen haben. Ich freue mich auf den Herbst und die Chance meinen Titel zu verteidigen. Bis dahin.

Abschlusstabelle ACR GT3-Masters

 

Abschließende Worte

Assettocorsa-Racing möchte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken, die diese Meisterschaft möglich gemacht und unterstützt haben. Dazu gehören natürlich auch alle Fahrer, die durchgehend am Start standen und so für ein voll besetztes Fahrergrid gesorgt haben, ein Hauptfaktor für eine erfolgreiche Saison mit vielen und engen Zweikämpfen, bei denen alle Beteiligten Spaß hatten.

Weiterhin ein großes Dankeschön an

- Sven für die reibungslose Organisation über die gesamte Saison hinweg. Bei Fragen standest du stets schnell mit Rat und Tat zur Seite.

- Die ReKo, bestehend aus Bull, Nero, Daniel und Sven - Die Möglichkeit Situationen aus dem Rennen zu protestieren, hat zu jeder Zeit die Fairness unter den Teilnehmern gewart. Die Entscheidungen waren zu jeder Zeit neutral und nachvollziehbar.

- Jaye, der keinen Einsatz gescheut hat, um in kürzester Zeit technische Hilfsmittel in Form einer Ingame-App bereit zu stellen und den Meisterschaftsstand übersichtlich auf unserer Server-Tracker-Seite darzustellen.

- Flightmaximes, der mittels Livestream Werbung für ACR gemacht hat und die spannenden Kämpfe über die Saison hinweg in bewegenden Bildern eingefangen hat.

- Max, der den Saisonverlauf schriftlich in Form von News festgehalten hat.

Sonntag, 23 April 2017 17:42

ACR GT3 Masters - Vor dem Finale

geschrieben von Max

Einige Zeit ist ins Land gegangen seit dem Chaos-Rennen in Bathurst. Grund genug den Meisterschaftsstand vor dem Finale am Sonntag in Brands Hatch genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie haben sich die Teams und Fahrer in den letzten Rennen geschlagen, wer mischt um die Meisterschaft noch mit und wie sieht die Konstrukteurs-WM aus. Der Rückblick, ein Fazit und die Prognose für das Saison-Finale.

Team ROST – Porsche 911 GT3-R – Ronny Dee und Sven Walther

Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät so einiges über das Team Rost. Konstanz ist ein nicht zu verachtender Faktor, wenn es heißt vorne in der Meisterschaft mitzuspielen. Beide Fahrer schaffen es sich konstant in den Top10 eines Rennwochenendes zu platzieren und dementsprechend sieht es auch in der Konstrukteurs-WM aus. Platz 2 wurde mit den Ergebnissen aus Mugello gefestigt und weiter ausgebaut. Wenn beide Fahrer ihre ansteigende Form aus der zweiten Saisonhälfte in Brands Hatch bestätigen können, wird man sich auf einen Porsche auf dem Treppchen der Konstrukteurs-WM einstellen dürfen.

Das Wetter im kalten England spielt dem Porsche zumindest in die Karten. Die vorausgesagten kalten Temperaturen lassen zumindest die Prognose zu, dass der hecklastige Bolide aus der Schmiede in Stuttgart die gleiche Gummimischung wie seine Konkurrenten aufziehen kann und nicht auf die härtere Mischung ausweichen muss. Ein nicht außeracht zulassender Faktor, der vor allem im Sprintrennen bei geringen Gripverhältnissen einen Unterschied ausmachen kann.

Schaut man sich die Ergebnisse der Sprintrennen der zweiten Saisonhälfte von Sven Walther an, kann man schnell auf die Idee kommen, der Reifennachteil könnte die Erklärung für die bescheidenen Ergebnisse sein. Ein kurzer Vergleich mit seinem Teamkollegen Ronny Dee verwirft die Idee allerdings ganz schnell. Rückblickend sind die Ursachen schnell gefunden – in Imola verwehrt ein Frühstart Sven Walther sein bis dato bestes Qualifikations-Ergebnis in Punkte umzumünzen, nach der Drive-Through-Penalty ist das Rennen quasi vorbei. In Spa ereilt ihn der klassische Dreher in der Eau-Rogue, von dem er sich nicht mehr erholen kann. Dass es aber auch anders geht, bewies er mit einem guten Sprintrennen in Mugello. Rundenlang kämpfte er im vorderen Mittelfeld Tür an Tür mit Patrick Hoff, dem er schlussendlich den Vortritt lassen musste. Trotzdem ein guter siebter Platz. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern ist Sven Walther allerdings einer derjenigen, die das Reversed-Grid und ihre dadurch gute Ausgangssituation im Hauptrennen ausnutzen können, um die verlorenen Punkte aus dem Sprintrennen wieder einzufahren. Top-Platzierungen in Imola und Spa bestätigen diesen Eindruck.

Ein völlig anderes Bild bietet sich bei der genaueren Betrachtung von Ronny Dee. Der Sieg im Sprintrennen in Barcelona ein Ausreißer nach oben, das Highlight der Saison. Ein Totalausfall ohne Punktegewinn – sucht man vergebens. Für Ronny Dee trifft das bereits erwähnte „Konstanz macht die Musik“ wie die Faust aufs Auge. Sowohl in den Sprintrennen, als auch in den Hauptrennen führen dauerhafte Platzierungen im vorderen Mittelfeld zu konstantem Punktegewinn. Die Top5-Platzierung in der Fahrerwertung zeigt, dass absolute Spitzenplatzierungen nicht von Nöten sind, um sich in der Gesamtwertung vorne zu platzieren.

Wie so häufig reicht allerdings die Beleuchtung einer Seite der Medaille nicht aus, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Dreht man den Spieß einmal um, lässt das Endergebnis außen vor und bricht die Rennen in seine Einzelteile herunter, wird schnell deutlich, dass das mit der Konstanz bei Ronny Dee weit hergeholt ist. In der Statistik der konstantesten Fahrer ist er weit und breit nicht zu finden, dafür taucht sein Name direkt in den Top3 der schnellst gefahrenen Runden auf. Ein kontroverses Bild, das keinerlei Übereinstimmung mit den konstanten Endplatzierungen im vorderen Mittelfeld aufweist. Die Erklärung dafür ist allerdings schnell gefunden, kleine Fehler und Ausflüge ins Kiesbett verhindern immer wieder absolute Top-Platzierungen im Rennen. Nach Fahrfehlern wie zum Beispiel in Imola reichen die fulminanten Aufholjagden nicht mehr für das Podium.

Fazit: Ohne größere Überraschungen im letzten Rennen sollte der zweite Platz in der Konstrukteurs-WM nicht mehr in Gefahr sein. Für Sven Walther gilt es die Form aus dem Sprintrennen in Mugello mitzunehmen und auch aus der resultierenden schlechteren Ausgangslage ein gutes Hauptrennen abzuliefern. Eine Top5-Platzierung in der Meisterschaft ist noch möglich. Ronny Dee muss den Spagat zwischen Risiko und Konstanz abwägen. Ein gutes Ergebnis im letzten Rennen kann ihn noch bis auf Platz 4 in der Gesamtwertung vorspülen. 

Team KoHo – Aufi R8 GT3 LMS – Konstantin Brömmelmeister und Patrick Hoff

Vor der Saison war die Hoffnung groß auf einen der vorderen Plätze in der Meisterschaft, vor allem bei Patrick Hoff, der in den alten DTM Fahrzeugen unter Beweis stellte, dass er vorne mitmischen kann. Die Streckenauswahl zumindest schien ein gutes Omen für den Allrounder aus Ingolstadt zu sein. Leistungs- und aerotechnisch extrem ausgewogen hatte man zudem die Hoffnung auf neue Entwicklungsteile bzw. eine rundum Neuentwicklung des R8 GT3. Doch Stand heute wird sich das auch zum Saisonfinale nicht ändern, man bleibt weiter auf die veraltete Technik angewiesen.

Alte Technik hin oder her, dass ganz andere Ergebnisse mit dem Audi möglich sind, zeigt beeindruckend der Newcomer Alexander Paulick. Die Saison von beiden KoHo-Fahrern ist im Gegensatz dazu enttäuschend, dabei fing es für Patrick Hoff im ersten Saisonrennen vielversprechend an. Mit einer Punkteausbeute von 52 Punkten reihte er sich direkt in die Top5 der Gesamtwertung ein. Ein sehr guter Beginn, der leider das Highlight der Saison bleiben sollte. In den folgenden Rennen gelang ihm kein Rennwochenende mehr mit über 30 Punkten. Kein Wunder, dass man lange im Meisterschaftsstand scrollen muss, um Patrick Hoff letztendlich auf dem 17. Platz zu finden. Zurück zur Form des ersten Rennens hieß die Devise in Mugello und tatsächlich fand sich der Audi komfortabel im vorderen Mittelfeld wieder.

Ein Platz im vorderen Mittelfeld blieb Konstantin Brömmelmeister bis heute während der gesamten Saison verwehrt. Einstellige Punktezahlen über das Gesamtwochenende hinweg sprechen ihre eigene Sprache. Einzig und allein im Chaosrennen von Bathurst geling es ihm die 30er-Punkte-Marke zu knacken. Eine enttäuschende Saison, die mit einem Überschlag und in einem in seine Einzelteile zerlegten Audi in Mugello seinen negativen Höhepunkt fand.

Fazit: Die Charakteristik von Brands Hatch spricht für ein Rennen mit vielen Fehlern und einem Hang zu chaotischen Rennverläufen. Für Patrick Hoff und Konstantin Brömmelmeister möglicherweise die Chance noch einmal ordentlich Punkte mitzunehmen und sich in der Konstrukteurs-WM weiter nach vorne zu schieben. Platz 7 und 6 sind definitiv nicht außer Reichweite.

Team Forza Engineering – Mercedes AMG GT3 – Frenk und Tony Torque

Ein Team, das in der Konstellation schon vor ACR-Zeiten so zusammen gefahren ist und auch in Endurance-Rennen mit ihrer Konstanz die vorderen Plätze angreift. Wo genau das Problem liegt, dass man auf den vorderen Plätzen in der Regel nur Frenk antrifft und seinen Teamkollegen Tony Torque vergeblich sucht, hat sich in einem Interview im letzten Rennen in Mugello heraus gestellt. Die Markenwahl mit dem Mercedes AMG GT3 zu Saisonbeginn war anscheinend die falsche Wahl für Tony Torque. Trotz intensiver Bemühungen sich an das Fahrzeug zu gewöhnen, erreicht er sein eigentliches Niveau nicht. Eine durchschnittliche Ausbeute von 24 Punkten reicht nicht aus, um sich in den Top10 der Meisterschaft zu platzieren. Ein Saisonverlauf von dem er selber wahrscheinlich am allermeisten enttäuscht ist. Dabei schien nach dem Rennen in Bathurst noch alles in Ordnung. Die beiden ersten Saison-Ergebnisse glich er mit einem Sieg und über 50 Punkten wieder aus. Das Momentum war allerdings zwei Wochen später in Imola wieder weg. Mit nur 12 Punkten verlor er weiter den Anschluss an die Top10 und weitere enttäuschende Rennen in Spa und Mugello erübrigten den Gedanken nochmal in die Top10 vorzustoßen.

Dass der Mercedes sehr wohl konkurrenzfähig ist, beweist sein Teamkollege Frenk. Die 40-Punkte-Marke und eine Platzierung zwischen Platz 5-8 ist in der Regel kein Problem für Frenk. Wenig überraschend in Folge auch der 7. Platz in der Gesamtwertung und die Garantie dafür, dass Forza Engineering in der Konstrukteurswertung auf einem guten dritten Platz liegt.

Fazit: Mit geringem Vorsprung auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM ist der letzte Lauf für Forza Engineering noch einmal extrem wichtig. Mit einem guten Ergebnis verhilft Frenk allerdings nicht nur seinem Team, sondern auch sich selber. Es gilt den knappen Vorsprung auf Platz 5 in der Fahrerwertung zu verteidigen. Motivation auf das beste Saisonergebnis und ein Zieleinlauf in den Top5 sollte also vorhanden sein. Für Tony Torque geht es darum seinem Teamkollegen möglichst viel Schützenhilfe zu leisten, dabei den Fokus auf sein eigenes Rennen aber nicht zu verlieren. 

Team Blackwing – Lamborghini Huracan GT3 – Matthias Rudolph und Max Wandel

Als Erst- und Zweitplatzierter der letzten Saison in den GT2-Fahrzeugen war die Favoritenrolle nicht von der Hand zu weisen. Die Überraschung war allerdings groß, als vor dem ersten Saisonverlauf zwei brandneue Fabrikate aus dem Team-Truck geschoben wurden. Der für das Team in Endurance-Rennen so erfolgreich eingesetzte McLaren 650S GT3 musste aufgrund des Reglement dem mit einem stärkeren Herz bestückten Lamborghini weichen. Eine Entscheidung die im Nachhinein immer wieder zu teaminternen Kontroversen führte. Außenstehende betiteln das gerne als Jammern auf hohem Niveau, schließlich liegen beide Fahrer in der Gesamtwertung an Position 1 und 2 und die Konstrukteurs-WM ist nicht rechnerisch, aber quasi entschieden.

Ansonsten gibt es nicht viele Worte zu verlieren, beide Fahrer fahren auf einem konstant hohen Niveau, das zu durchschnittlichen Punktegewinnen von 58 bzw. 59 Punkten führt. Dass Tiefschläge allerdings zu jedem Saisonverlauf gehören, durften die beiden Fahrer in Spa erleben. Erfolgsgewichte bis 50KG schienen den Lamborghini ungewohnt unfahrbar zu machen. Untypisch viele Fehler schlichen sich in die Rennen beider Fahrer ein, sodass am Ende des Wochenendes eine enttäuschende Anzahl von jeweils 27 Punkten für Max Wandel und Matthias Rudolph auf dem Tableau standen. Ein Ergebnis, das aus Teamsicht zum Glück nur ein Ausrutscher blieb. Schon im darauffolgenden Rennen in Mugello fanden beide Fahrer zu ihrer Normalform zurück und konnten das jeweils beste Saisonergebnis einfahren. Mit einem Sieg im Sprintrennen und einem dritten Platz im Hauptrennen durfte sich Max Wandel über zusätzliche 65 Punkte freuen. Mit zwei 2. Plätzen waren es sogar 66 Punkte für Matthias Rudolph.

Fazit: Die Konstrukteurs-WM so gut wie gewonnen, könnte man meinen sich auf ein entspanntes Rennen einzustellen. Allerdings kämpfen beide Fahrer noch um den Gesamtsieg in der Fahrerwertung, gerade einmal 5 Punkte Vorsprung trennen die beiden Teamkollegen voneinander. Ein teaminternes Duell wird es mit Sicherheit aber nicht geben. Vorrangig geht es für das Team darum für einen der beiden Fahrer den ersten Platz zu sichern. 8 Punkte beträgt der Vorsprung auf Max Gripp im McLaren 650S GT3, der den freien Trainings nach, vor allem durch fehlende Erfolgsgewichte, das deutlich bessere Gesamtpaket für Brands Hatch bereit stehen hat. Es wird spannend!

Team Scuderia Vittoria – Porsche GT3-R – tabis und aleex

Der Name beschreibt die Ambitionen des Teams auf seine eigene Art und Weise und die wurden die beiden Fahrer in bisherigen Rennserien auch immer gerecht. Was genau zu diesem mittelmäßigen Abschneiden in dieser Saison geführt hat, ist nicht wirklich bekannt. Beendete Rennen mit keinem Punktgewinn treten recht häufig auf. Vor allem aleex genehmigte sich in diversen Sprintrennen eine Nullnummer, gleichte diese aber normalerweise im Hauptrennen mit einem guten Ergebnis wieder aus. Taktik? Wohl eher ein Verschulden des relativ schmalen Budgets dieser Saison. Trainingsfahrten sieht man recht selten, allen Anschein wird dazu das Sprintrennen genutzt, ehe es um die vielen Punkte im Hauptrennen geht. In drei von vier Rennen reichte es so bei aleex für immerhin mehr als 40 Punkte im Durchschnitt, wobei das auch im vierten Rennen in Spa geklappt hätte, wären da nicht Max Wandel und Frenk gewesen, die das Hauptrennen von aleex mit zwei übermotivierten Manövern zu einer Nullnummer machten. So stehen leider drei Ergebnisse mit unter 15 Punkten in aleex Historie, die letztendlich nur zu einem Gesamtrang 14 führen.

Mit Platz 10 sieht es bei tabis leider nicht viel besser aus, der normalerweise immer in den Top5 geführt ist. Ob es am Fahrzeug oder mangelnder Motivation liegt, ist hingegen nicht bekannt. Das erreichte Niveau entspricht zumindest nicht dem Bekannten oder vielmehr auch dem Erwarteten. Umso überraschender, dass Scuderia Vittoria vor dem letzten Saisonlauf nur mit knappen Abstand auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM liegt.

Fazit: Es bleibt abzuwarten, was die beiden Fahrer am letzten Rennwochenende anbieten. Holen beide ihre 40 Punkte oder mehr, sollte der Angriff auf den dritten Platz im Bereich des Möglichen liegen. Auch in der Fahrerwertung ist ein Sprung in die Top10 noch ohne weiteres machbar.

Mahle Racing Team – BMW Z4 GT3 – Dennis Schmitz und Stefan

Ein komplett neu zusammen gewürfeltes Team für die ACR GT Masters, das wahrlich mit der konstanten Punkteausbeute zu kämpfen hat. Teilweise haben beide Fahrer bis zu 40 Punkte aus einzelnen Rennwochenenden mitgenommen, die allerdings durch schlechte Ergebnisse mit weniger als 15 Punkten wieder egalisiert wurden. So ist die Saison zusammenfassend ein einziges Hoch- und Runter bei dem keiner regelmäßig in die Top10 vorstoßen kann. Dennis Schmitz zeigte zwischendurch immer wieder, dass auch mit dem BMW Top10 Zieleinläufe möglich sind, vor allem in der ersten Hälfte der Saison. Dass die Form zuletzt wieder ansteigend ist, zeigte er zumindest in Mugello, wo ihm nach einem miserablen Sprintrennen ein erfolgreiches Hauptrennen gelang. Auch bei Stefan stellt sich gegen Ende der Saison der Trainingseffekt ein. War der Saisonbeginn mit mageren 4 und 20 Punkten noch sehr holprig, war vor allem das Ergebnis in Spa mit 38 Punkten wieder deutlich besser.

Fazit: Eine durchwachsene Saison für beide Fahrer, die in Brands Hatch ihren Abschluss findet. Die Trainingsleistung von Dennis Schmitz macht allerdings nochmal Hoffnung. Als Trainingsdritter könnte das Saisonende zum Highlight avancieren, um die Saison mit einem guten Gefühl zu beenden. Für Stefan gilt die Devise sich aus dem möglichen Chaos heraus zu halten und die Gunst der Stunde zu nutzen. Sein Teamkollege zeigt, dass der BMW auf Brands Hatch Top-Ergebnisse einfahren kann.

acSociate Racing Team – Ferrari 488 GT3 – Jaye und Rayleigh

Ein trauriges Bild bietet sich, wenn man das Punktekonto vom Team, aber auch von den Fahrern Jaye und Rayleigh anschaut. Lange nicht zu finden, entdeckt man sie auf Platz 22 und 16. Das Potential zu mehr ist ohne Frage vorhanden, schaut man sich nur mal die beiden zweiten Plätze von Rayleigh in den Sprintrennen von Imola und Spa an. Und auch Jaye war in vielen Rennen in der Spitzengruppe mit von der Partie ehe er sich in einem verbeulten Ferrari wiederfand, ob Eigen- oder Fremdverschulden sei mal dahingestellt. Definitiv einer der Pechvögel der Saison, wobei das häufige Fehlen an Rennwochenenden dem Punktekonto auch nicht gut tat. Zwei verpasste Rennläufe bei Rayleigh runden das Bild ab und erklären die schwache Positionierung in der Konstrukteurs-WM.

Fazit: Eine Saison zum Abhaken, die nicht weiter kommentiert werden muss. Mund abwischen, das letzte Rennen genießen und gestärkt in die Endurance-Rennen-Saison starten, wenn es wieder heißt ACR im Großen und Ganzen zu vertreten.

 

 

Max Gripp – McLaren 650S GT3

Ein Rookie, ein Newcomer. Seine erste Saison unter der Schirmherrschaft von ACR und was für Eine. Getrost könnte man hier die Beschreibung der beiden Blackwing-Fahrer kopieren und hätte ein exaktes Abbild des Saisonverlaufs. Konstante Top-Ergebnisse mit zwei kleineren Ausnahmen katapultieren ihn zum Saisonende direkt in die Top3 mit sehr geringem Abstand auf den Führenden Max Wandel. Zudem gilt er als derjenige, der die Taktik des Undercut in die GT3 Masters einführte, um im Hauptrennen maximal konkurrenzfähig zu sein.

Fazit: Trotz der 8 Punkte Rückstand geht er als Favorit für den Gesamtsieg in das Rennen in Brands Hatch. Der McLaren 650S GT3 scheint den Trainingszeiten nach das komplettere Paket als der Lamborghini zu sein. Bleibt abzuwarten, ob er den krönenden Abschluss in seiner ersten Saison feiern kann.

 

Michael Greinig – McLaren 650S GT3   

Ein weiterer Neuling, der erst zum dritten Lauf in die Saison eingestiegen ist und seitdem mit konstanten Top5 Ergebnissen auf sich aufmerksam macht. Ausnahme bildet dabei das letzte Rennen in Mugello, wo es zu keinem Top10 Finish reichte. Ansonsten haben wir über die Saison einen neuen schnellen und fairen Fahrer kennengelernt, der ACR hoffentlich noch eine Weile erhalten bleibt.

Fazit: Die Ergebnisse sprechen eine Sprache für sich und auch die Trainingszeiten zum Lauf in Brands Hatch lassen sich sehen. Ein weiteres Abschneiden in den Top5 sollte das erklärte Ziel sein.

Hamdi El-Ouni – BMW Z4 GT3

Ein alter Hase und Mitbegründer von ACR, dessen Saison unglücklicherweise auch mehr als holprig verläuft. Dem mangelnden Training geschuldet, kommt er aktuell nicht an die guten Ergebnisse früherer Tage heran, Positionskämpfe im hinteren Mittelfeld der Alltag von heute. Zudem hat er immer wieder mit nicht astreinen Manövern von anderen Fahrern zu kämpfen, wenn er sich in aussichtsreicher Position befindet. Wer Hamdi El-Ouni allerdings kennt, weiß, dass er sich davon nicht unterkriegen lässt und die Rennen weiter beständig durchzieht, aufgeben ist nicht.

Fazit: Ein Saisonfinale, in dem es nicht mehr wirklich um viel geht, außer nochmal ein versöhnliches Ergebnis einzufahren und mit engen fairen Kämpfen den Spaß am Rennen fahren nicht zu verlieren.

 

Nilo – Porsche 911 GT3-R

Ein kompletter Neueinsteiger in der SimRacing-Welt und umso beeindruckender sind seine Ergebnisse in der Meisterschaft. Keine Teilnahme oder nicht beendete Rennen sucht man in der Ergebnisliste vergeblich, gekämpft wird immer bis zum Ende, egal, wo er sich im Feld befindet. Nicht vergessen sollte man, dass Nilo wider Erwarten bereits einige Führungsrunden und –kilometer auf der Uhr hat. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wenn die Entwicklung weiter so voran schreitet, dürfen wir ihn bald im vorderen Mittelfeld begrüßen.

Fazit: Die erste Saison neigt sich dem Ende und Nilo konnte bereits viele faire Zweikämpfe gegen langjährige SimRacer für sich entscheiden. Bleibt abzuwarten was in Brands Hatch im Bereich des Möglichen liegt, Erfahrung hat er allemal über die Saison weg gewonnen.

 

Patrik Sander – McLaren 650S GT3

Ein weiterer McLaren im Feld, der diese Saison leider nicht zeigen konnte, wozu sein Fahrzeug in der Lage ist. Platz 18 in der Gesamtwertung sprechen Bände, allerdings war das Trainingspensum auch nicht so hoch, wie bei anderen Fahrern. Enge Zweikämpfe, vor allem im Hauptrennen, zeigten aber immer wieder, dass in dem McLaren ein Fahrer steckt, der weiß, wie man seine Position fair verteidigt. Auch so einige Top-Fahrer hingen zum Teil rundenlang hinter Sander fest und bogen zum Teil entnervt in die Box zum frühzeitigen Stopp ab.

Fazit: Ein Saisonfinale, das Patrik Sander entspannt angehen kann. Mit Hannes Hickl hat er nur noch einen Fahrer in der Gesamtwertung vor sich, den er noch überholen kann. Ansonsten heißt es sich nochmal breit zu machen und schöne Zweikämpfe zu führen.

 

Clemens Fida – Nissan GTR GT3

Auch Clemes Fida durfte ACR nach dem ersten Saisonlauf als neuen Stammfahrer begrüßen. Seitdem zeigt er der Konkurrenz beeindruckend, dass auch mit dem Nissan Platzierungen im vorderen Mittelfeld möglich sind. Vor allem das Reglement mit seinem Reversed Grid macht er sich im Hauptrennen zu seinem Vorteil. Auf den Geraden führt kein Weg an dem leistungsstarken GTR vorbei und in den Kurven macht er sich dann geschickt breit. Hört sich an, als reden wir hier von einem Fahrer im Kreise der Top10, die Gesamttabelle verrät allerdings ein anderes Bild. Clemes Fida liegt aktuell in den Top5 und hat noch Chancen den vierten Platz anzugreifen.

Fazit: Gerade einmal 7 Punkte Rückstand trennen ihn von Frenk und Platz 4. Mit einem abermals guten Ergebnis im Hauptrennen ist der 4. Platz in greifbarer Nähe.

 

 

 

Prognose für das Rennen in Brands Hatch:

Dass die Saison bis zum Ende so spannend bleibt, hätte wohl vorher niemand geahnt. Die Plätze 1-3 liegen so eng beieinander, dass           dort noch alle Fahrer wild durcheinander gewürfelt werden können. Zudem trennen Platz 5 und 10 gerade einmal 20 Punkte, die bei einer maximalen Punkteausbeute von 75 Punkten eine Leichtigkeit darstellen.

Aber auch die Konstrukteurs-WM ist noch lange nicht entschieden, von Platz 2 bis Platz 4 ist für die beteiligten Teams noch alles machbar. Wer wo, wie und wann die Nase vorne hat, könnt ihr wie gewohnt heute Abend im Livestream bei Flightmaximes sehen, wenn zum letzten Mal in der Saison die Motoren aufheulen.                                    

 

Montag, 10 April 2017 22:38

16.04.2017 - Fun Event: Mazda MX5 Cup @ Automotodrom Grobnik

geschrieben von NeRo2
Datum: 16. April 2017
 
Training: 19:00 Uhr
Qualifying: 20:00 Uhr
Rennen: 20:30 Uhr
 
2x 18 Runden Reverse Grid
 
Strecke: Automotodrom Grobnik >>Download<<
Fahrzeuge: Mazda MX5 Cup
Thread: Klick!

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Dienstag, 28 März 2017 22:14

Formula Race Club: Ferrari F138 @ Redbull Ring

geschrieben von NeRo2

Termin:
Datum: 02.04.2017
Training: 19:00 Uhr
Qualifying: 20:00 Uhr
Rennen: 20:30 Uhr - 39 Runden

Fahrzeug:
Ferrari F138 - Offizieller Content

Strecke:
Spielberg Redbull Ring - Offizieller Content

Mittwoch, 08 März 2017 19:52

19.03.2017 - GPL - Porsche 718 RS Spyder @ Cadwell Park

geschrieben von NeRo2

Fahrzeug: Porsche 718 RS Spyder 1960

Strecke: Cadwell Park [Download]

Datum:19.03.2017

Training: 19:00 Uhr (45 Minuten)

Qualifying: 19:45 Uhr (30 Minuten)

Rennen: Ab 20:15 Uhr (40 Minuten)

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