Max

Max

Fahrzeugauswahl

Die neue Serie dreht sich um Fahrzeuge aus der GT4-Klasse. Die Kategorie wurde zum Jahr 2007 eingeführt, nachdem die SRO Motorsports Group zuvor bereits die Klasseneinteilung der FIA-GT-Meisterschaft neu geregelt und die FIA GT3-Europameisterschaft initiiert hatte. Wegen der geringen Modifikationen an den Fahrzeugen sollte die GT4 von den Anschaffungs- und Einsatzkosten, sowie der vergleichsweise geringen Fahrleistungen, die Einstiegsklasse für Amateurfahrer in den GT-Sport bilden. Grundlage müssen Serienfahrzeuge mit einer jährlichen Produktionsmenge von mindestens 300 Einheiten sein, die durch geringe Modifikationen renntauglich gemacht und durch Vergleichstests mit anschließenden Nivellierungsmaßnahmen auf eine annähernd ähnliche Fahrleistung gebracht werden.

Neben der Entfernung der Innenraumverkleidungen und dem Einbau von Sportsitzen, dürfen die Veränderungen lediglich den Einbau neuer Bremsanlagen, Dämpfersysteme und Sicherheitsausstattung wie etwa Überrollkäfige oder Renntanks umfassen. Die Karosserie darf nicht verändert und aerodynamische Vorrichtungen wie Flügel oder Spoiler nur verwendet werden, wenn sie bereits Teil des Serienfahrzeugs sind oder wenn sie durch eine Sonderfreigabe genehmigt werden.

Porsche Cayman GT4 Clubsport

Der heckangetriebene Porsche verfügt über 385PS, 420Nm maximales Drehmoment, einem 6-Gang Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit optimierter Schaltapplikation und einem FT3-Sicherheitstank. Porsche selber beschreibt den Cayman GT4 Clubsport als Inbegriff des Rennsports. Ein Rennwagen für alle, die hart am Asphalt leben. Natürlich entspricht der Porsche auch den höchsten FIA-Sicherheitsanforderungen. Vom fest verschweißten Überrollkäfig über die Vorrüstung für eine Feuerlöschanlage bis hin zu Rennschalensitzen und 6-Punkt-Sicherheitsgurten setzt der Cayman GT4 Clubsport alle zutreffenden FIA-Standards um.

Der Vergleich zu seinen Konkurrenten auf der Strecke ist mühselig. In Sachen Höchstgeschwindigkeit scheint er an erster Stelle zu stehen. Zusätzlich steht ihm im Gegensatz zu den anderen beiden Fahrzeugen das Assistenzsystem ABS zur Verfügung. Allerdings scheint er aerodynamisch schwächer dazustehen. Wie immer wird es strecken- und fahrerabhängig sein. 

 

Maserati GT MC GT4 

2010 veröffentlichte Maserati mit dem Gran Turismo MC ein Rennwagen für die Trofeo World Series. Auf Basis dieses Wagen startete fünf Jahre später die Entwicklung eines Boliden für die internationale Rennszene. Heraus kam ein neues Auto mit der zusätzlichen Bezeichnung GT4. Dabei wurde größtenteils alles vom älteren Bruder übernommen und lediglich Anpassungen für das GT4-Reglement vorgenommen. Selbst das Antriebsaggregat wurde eins zu eins übernommen und per Luftmengenrestriktor angepasst. Übrig blieben 430PS bei einem Gewicht von 1.410KG.

Auf eine Runde gesehen, ist der Maserati mit Sicherheit das schnellste Fahrzeug sofern man mit dem fehlenden ABS zurechtkommt. Aber kann das auch über ein komplettes Rennen abgespult werden? Verbremser verzeiht der Wagen zumindest nicht.

 

Ginetta GT4 Supercup

Mit 1.085KG ist der Ginetta das Leichtgewicht unter den drei Fahrzeugen. Angetrieben von einem Ford 3,7l V6 bringt er satte 355PS auf die Straße, die ihn vor allem zu einem Kurvenmonster machen. Genau wie dem Maserati fehlt auch dem Ginetta das ABS-Assistenzsystem, was über die Distanz eines Rennens zum Problem werden könnte, sollte man sich öfter verbremsen.

Um den Boliden konkurrenzfähig zu machen, wurde das Reifenmodell angepasst und die BoP entsprechend gestaltet. Wer mit der breiten A-Säule zurechtkommt, kann auch mit dem Ginetta am Ende ganz oben stehen.

 

 

Strecken und Termine

19.11.2017 - Red Bull Ring GP

Der Red Bull Ring GP wird im Herzen von ACR immer einen besonderen Platz haben. Stellvertretend für viele Versuche steht der Red Bull Ring für den Anfang einer dominanten Ära von ACR bei Endurance-Events. Der erste Sieg bei einem Langstrecken-Event wurde in der Stadtgemeinde Spielberg in der Steiermarkt im schönen Österreich eingefahren. Der Red Bull Ring wurde 2010 nach diversen Umbaumaßnahmen wieder eröffnet und entspricht seitdem den höchsten Sicherheitsstandards. Einer der Gründe warum die größten Rennserien regelmäßig zu Gast sind. Formel 1, DTM, ADAC GT Masters und die Motorrad-WM tragen jährlich ihre Rennen auf der 4,3km langen Strecke aus. Die Schlüsselstellen finden sich direkt zu Anfang wieder. Die Runde beginnt mit einem bergauf führenden, scharfen Rechtsknick nach dem Start, bei dem die komplette Streckenbreite ausgenutzt werden muss, um möglichst viel Schwung mit auf die folgende Gerade zu nehmen. Turn 2 markiert die beste Überholmöglichkeit, nachdem von Höchstgeschwindigkeit bis in den zweiten Gang verzögert werden muss.

Die Strecke liegt im obersteiirischen Aichfeld und ist auf drei Seiten von Hängen umgeben, die teilweise als Naturtribünen genutzt werden. Durch diese Arena-Charakteristik ergibt sich eine gute Übersicht über die gesamte Strecke. 

 

03.12.2017 - Okayama GP

Der Okoyama International Circuit ist eine private Rennstrecke in Mimaska im Süden von Japan. Die 12 bis 15 Meter breite Strecke war 1994 und 1995 Austragungsort des Pazifik-Grand-Prix der Formel 1. Beide Rennen gewann Michael Schuhmacher, damals noch im Beneton.

Die 1992 als Tamaka International Circuit Aida gebaute Strecke wurde im März 2003 verkauft und am 1.Mai 2004 in den uns heute bekannten Namen unbenannt. Seit 2008 ist mit der Tourenwagen-Weltmeisterschaft erstmals seit 1995 auch wieder ein FIA-Rennen auf der Strecke zu Gast.

Der 3,7km lange Track mit seinen 11 Kurven darf getrost als klassische Rennstrecke eingestuft werden. Allerdings sollte man sich bei Überholmanövern auf der Gegengerade seiner Geschwindigkeit bewusst sein. Höchstgeschwindigkeit wird hier erreicht, woraufhin die langsamste Stelle des Circuit folgt. Der Clou – die Kurve wird bergab angebremst. Eine Materialschlacht für Bremse und Reifen, vor allem für die Boliden ohne ABS. Nicht selten sieht man Autos geradeaus schießen, weil die erhöhte Geschwindigkeit durch die Windschattenduelle nicht bedacht wurde.

Obacht, es könnte teuer werden.

17.12.2017 - Zandvoort

Der Circuit Park Zandvoort ist eine Motorsport-Rennstrecke mit einer ganz eigenen Charakteristik. Direkt an der Nordseeküste liegend im niederländischen Zandvoort schlängelt sich die Strecke durch die Dünen. Der vorhandene Dünensand wird vom Küstenwind auf und neben die Fahrbahn geweht und sorgt so für ständig wechselnde Gripniveaus.

Der 4,3km lange Kurs mit seinen 13 Kurven beherbergt regelmäßig wichtige Tourenwagenmeisterschaften wie die DTM und WTCC, aber auch Open-Wheeler Meisterschaften wie die A1-GP-Serie.

Seit einigen Jahren beschweren sich immer mehr Anwohner über den Lärm, der durch die verschiedenen Rennen erzeugt wird. Deshalb dürfen nur an einer limitierten Anzahl von Wochenenden Rennen ausgetragen werden. Unter anderem ein Grund dafür, warum das traditionelle Formel 3-Masters nach Zolder verlegt wurde.

Des Weiteren steht deshalb seit geraumer Zeit ein Neubau der Strecke an anderer Stelle im Raum. Fans und Verantwortliche befürchten jedoch den Verlust der einzigartigen Charakteristik und eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt.

07.01.2018 - Virginia International Raceway - Full Course

Einigen sollte der Rundkurs noch aus dem Porsche-Cup bekannt sein. Damals wie heute wird die komplette Strecke gefahren und nicht eine der drei Kurzvarianten, die seit der Eröffnung 1957 ebenfalls zur Auswahl stehen.Der zirka 5,3km lange Track steht vornehmlich für Amateur-Veranstaltungen, sowie für Rennschulungen, Clubtage und privaten Tests zur Verfügung.

Die Streckencharakteristik ist schwierig zu beschreiben. Der erste Sektor benötigt absolute Präzision. Das Zusammenspiel zwischen Linienwahl, Lenkimpuls und die Arbeit an den Pedalen machen den Unterschied aus. Wer einmal den Flow und Schwung verliert, lässt im ersten Abschnitt viele Zehntel-Sekunden liegen.Der zweite und dritte Abschnitt hingegen ist vergleichbar mit einem Ritt auf der Nordschleife. Höhenunterschiede, blinde Anbremspunkte und Kurven sowie Traversen zwingen den Fahrer zu einer Entscheidung. Risikofreudig oder konservativ. Auslaufzonen sind vorhanden, führen aber in den meisten Fällen zum Dreher. Die völlig gegensätzlichen Abschnitte machen auch die Setupfindung zu einem Kompromiss. Hart und präzise für den ersten Sektor oder weich für die diversen Bodenwellen und Traversen im weiteren Verlauf der Strecke. Trainingsintensive Wochen stehen bevor. 

21.01.2018 - Vallelunga

Das Autodromo Vallelunga Pierro Taruffi, benannt nach dem früheren Formel 1-Piloten Piero Taruffi, liegt zirka 30km nördlich der italienischen Hauptstadt Rom. Die Bauarbeiten begannen in den frühen 50iger Jahren und die Strecke wurde seitdem stetig erweitert. Der letzte Ausbau und die Verlängerung der Strecke um 1km im Jahr 2004 resultierten in die Homologation durch die FIA. Seitdem wird die Strecke von vielen F1-Teams als Teststrecke genutzt.

Die Strecke besteht aus vielen Geraden und schnellen Kurven. Lediglich das Infield im letzten Sektor zwingt den Fahrer zu starken Bremsmanövern.

 

04.02.1018 - Sebring

Zum Ende der Saison verschlägt es uns abermals nach Übersee, genauer gesagt in den US-Bundestaat Florida. Wir befinden uns auf einem ehemaligen Flughafengelände, dem Hendricks Army Airfield. Nach dem Vorbild europäischer Motorradrennkurse wurde hier in den 40iger-Jahren der Grundstein für den Sebring International Raceway gelegt.

Diverse Umbauten später und Erneuerungen der Trasse ist der Kurs seit 2001 so, wie wir ihn heute von diversen 12h-Rennen kennen. Die 6km lange Strecke mit 17 Kurven besteht weiterhin auf einer Länge von 1,9km aus Beton. Eine Mischung die dafür sorgt, dass viele Rennfahrer Sebring als eine der schwierigsten Strecke der Welt bezeichnen. Der Unterschied im Gripniveau zwischen den Belegen ist deutlich spürbar und die letzte Kurve wird in den meisten Klassen mit Vollgas gefahren.

Ein Risiko, das die Fahrer trotz mehrerer Bodenwellen und Gripverlust eingehen. Nicht selten versetzt es den Wagen hier um einige Meter, wenn alle vier Reifen die Bodenhaftung verlieren.

Spannend zu beobachten wird hier das Verhalten zwischen den Fahrzeugen mit und ohne ABS-Assistenzsystem beim Anbremsen auf dem Beton. 

18.02.2018 - ???

 

Die letzte Strecke wird nach dem Rennen in Sebring bekannt gegeben. Wenn alles seinen geplanten Weg geht, sollte Mitte Februar der Meister der One Million Dollar Series den Korken in eben dieser Kurve knallen lassen dürfen.

 

 

 

Alle Informationen über die teilnehmenden Teams und eine Prognose für den Saisonverlauf könnt ihr nächste Woche lesen, wenn das Testrennen in Blackwood erste Erkenntnisse bereit gestellt hat. Bis dahin lasst euch inspirieren und hypen vom Trailer zur neuen Saison (Danke an Patrick).

 

 

 

 

 

Samstag, 28 Oktober 2017 15:09

One Million Dollar Series 2017/18

One Million Dollar Series 2017/18

Eine Million Dollar – für manche bleibt das ein unerreichbarer Meilenstein in ihrem Leben, andere nutzen einen kleinen Kredit von einer Million Dollar, um sich ein Imperium aufzubauen und schlussendlich der einflussreichste Mensch der Welt zu werden – Bewertung außen vor.

Mit der Einführung der One Million Dollar Series wagt sich ACR in neue Gefilde vor, was die Komplexität der Darstellung des virtuellen Motorsports angeht. Ein Budgetsystem, das für den Anfang testweise einfach gehalten ist, in naher Zukunft aber keine Grenzen kennt und beliebig ausgebaut werden kann.

Ein logischer Vorstoß, wenn man den Ansatz, den ACR seit seiner Gründung rigoros verfolgt, offen darlegt. Unsere Rennen spiegeln den realen Motorsport in jedem Aspekt wieder. Dazu gehört aber nicht nur das Geschehen auf der Strecke, sondern auch das Management des Rennstalls abseits der Action. Genau in diese Kerbe schlägt die neue Serie. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich weiterhin auf dem fahrerischen Können, aber es können sich signifikante Vorteile durch das Managen des vorhandenen Budgets erarbeitet werden.

 

Budgetsystem:

Jeder Teilnehmer bekommt zum Start der Serie fiktiv die Summe von einer Million Dollar auf sein Konto überschrieben. Davon muss eines der zur Auswahl stehenden Wagen gekauft werden, die Fixkosten zu jedem Start am Rennsonntag und mögliche entstandene Schäden bezahlt werden sowie eventuelle Strafgelder aus Protesten.

Der Clou an der Geschichte? Die Rennleitung hat zu jeder Zeit die laufenden Kosten und das Restbudget der Teilnehmer im Überblick. Hochrechnungen können schnell dazu führen, dass das Budget ausgereizt ist und der Teilnehmer aufgrund mangelnden Budgets mit einem größeren Restrictor (Senkung der Motorleistung) bestraft wird oder in schweren Budgetüberschreitungen nicht an zukünftigen Läufen teilnehmen kann. Im Umkehrschluss werden faire Fahrer belohnt. Ihnen ist es möglich den Restrictor in ihrem Auto auszubauen und so über Mehrleistung zu verfügen.   

Nix kapiert? - Eine Detailaufschlüssung des Budgetsystems findet ihr im Reglement zur Serie.

 

Zur Auswahl stehende Fahrzeuge:

Die neue Serie wird mit Fahrzeugen der Klasse GT4 gefahren. Zur Auswahl stehen drei Boliden, die mittels einer Balance of Performance auf ein sehr ähnliches Niveau gebracht wurden. 

Jedes der Fahrzeuge besitzt Stärken und Schwächen, je nach Vorliebe und Budgetmanagement entscheidet sich also der Teilnehmer für eines der folgenden Fahrzeuge:

Maserati GT MC GT4 (100.000$):                            Restrictor = 15  - Ballast = 0KG

Porsche Cayman GT4 Clubsport (150.000$):           Restrictor = 10  - Ballast = 0KG

Ginetta GT4 Supercup (125.000$):                           Restrictor = 10 – Ballast = 30KG 

 

 

Ablauf eines Rennsonntags:

Training:

Eine Woche vor dem Rennen wird ein Trainingsserver von ACR zur Verfügung gestellt, welcher bis zur Qualifikation rund um die Uhr genutzt werden kann.

Das Training ist freiwillig, jedoch ausdrücklich erwünscht.

Das Wetter auf dem Trainingsserver kann sich vom Wetter am Renntag unterscheiden.

Qualifiying:

Das Qualifying am Rennsonntag beginnt jeweils um 20:30 Uhr und gibt jedem Teilnehmer die Chance innerhalb von 20 Minuten eine entsprechende Zeit zu setzen.

Die Teilnahme am Qualifying ist Pflicht und es muss mindestens eine gezeitete und gültige Runde gefahren werden.

Rennen:

Das Rennen beginnt immer um ca. 20:50 Uhr und hat eine Renndauer zwischen 45 und 60 Minuten, abhängig von der Strecke. Gestartet wird stehend.

Pro Lauf ist ein Pflichtboxenstopp vorgeschrieben, der in einem vorgeschriebenen Boxenfenster zu absolvieren ist. Dabei muss ein Reifenwechsel vollzogen werden, Nachtanken ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben.

Dabei sind alle gängigen Regeln des Motorsports zu beachten, unter anderem die Einfahrt in die Boxengasse mit 80km/h und die Beachtung der weißen Linien, sowohl bei der Ein- als auch der Ausfahrt der Boxengasse. Nichtbeachtung führt zu Strafgeldern seitens der Rennkommission.

 

Voraussetzungen zur Teilnahme:

Entgegen unserer Serien aus der Vergangenheit wird es keine Testrennen mehr geben, die darüber entscheiden, ob ein Fahrer geeignet ist für die Teilnahme. Die Tauglichkeit wird ab sofort über das Minorrating entschieden. Trainings- und Rennserver können nur mit einem Minorrating von A oder B betreten werden. Erfüllt ein Teilnehmer diese Voraussetzung nicht, ist eine Teilnahme am Renngeschehen nicht möglich.

Alles weitere zur Serie findet ihr im Reglement, das im Forum zum Download bereit steht.

Die nächste News nach Endung der Nennphase beschäftigt sich mit der Vorstellung der einzelnen Strecken und teilnehmenden Teams. Dazu zählt natürlich auch die Vorstellung unseres hauseigenen Streamer Flightmaximes.

 

 

Donnerstag, 01 Juni 2017 16:11

Sommerpause bei ACR

Die aktuelle Meisterschaft hat in Brands Hatch ihr packendes Ende gefunden und das stets vollbesetzte Fahrerfeld hat ihren verdienten Urlaub angetreten. Die Sonne strahlt und anstatt exzessiven Training wird die Zeit draußen verbracht – die Sommerpause ist eingeläutet.

Nichts desto trotz kann der enthusiastische Simracer natürlich nicht das Lenkrad einfach an den Nagel hängen. Genau aus diesem Grund wird man bei ACR auch den obligatorischen Sonntag beibehalten und diverse Community-Events anbieten.

Außergewöhnliche Kombinationen, Testen von neuen Fahrzeug- und Streckenmods oder doch mal ein wettkampfbezogenes Rennen in der GT oder Cup-Klasse. Ihr seid gerne dazu eingeladen Feedback und Vorschläge im Forum zu hinterlassen.

 

Der König des Dorfs

 

 

Wie schlagen sich eigentlich Rennfahrer, wenn sie in einem Serienfahrzeug sitzen und es in einem direkten Duell auf Dorf- und Landstraßen gegeneinander geht?

Um das herauszufinden, wurde kurzerhand das Format King of Bavaria ins Leben gerufen. Gefahren wird in Aspertsham mit den BMW M3 E30, BMW M4 Coupe Akrapovic Edition und dem BMW M235i.

Ausgetragen werden die Rennen jeweils im Best-of-Three mit einem kurzen Qualifying. Der im Turnierbaum oben stehende Fahrer hat die erste Wahl aus den drei zur Verfügung stehenden BMWs.

Die erste Runde wurde bereits absolviert und das Favoritensterben nimmt langsam Fahrt auf. Allerdings ist jeden Teilnehmer eine zweite Chance im Lower-Bracket vergönnt.

Weitere Informationen dazu findet ihr im dazugehörigen Thread im Forum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Fahrzeug – ein Setup – ein Sieger

screenshot ks audi ttnyupv

Mit dem Erscheinen des neuen Updates stellt Kunos ein neues Cup-Fahrzeug bereit: Den neuen Audi TT Cup

Grund genug das aus dem letzten Jahr so erfolgreiche Cup-Format wieder zu entstauben. Mann gegen Mann, gleiche Voraussetzungen für alle – nur das fahrerische Talent zählt. Das fixed Setup und die Bekanntgabe der Strecke eine Stunde vor Qualifikationsbeginn bietet Chancengleichheit für jeden.

Ab heute ist im Forum der offizielle Thread zu finden, in dem ihr euch für den Cup anmelden könnt.

Der erste Lauf findet Mitte Juni am 11.06 ab 19.30Uhr statt, die Strecke wie gesagt unbekannt.

Eigene Lackierungen sind wie immer kein Problem und können bis zum 09.06 eingereicht werden.

Alle weiteren Informationen könnt ihr dem offiziellen Thread entnehmen.

Ob Anfänger oder Profi, jeder ist herzlich Willkommen während der fünf Läufe Erfahrung zu sammeln und enge faire Zweikämpfe zu genießen.

Natürlich wird das ganze Spektakel auch wieder live auf YouTube übertragen. Wir freuen uns abermals auf die Zusammenarbeit mit Flightmaximes.

Dienstag, 02 Mai 2017 18:59

ACR GT3 Masters – Das packende Finale

Die Meisterschaft in der Fahrerwertung war vor dem letzten Lauf in Brands Hatch auf den ersten drei Plätzen noch völlig offen und das Ergebnis des Sprintrennens versprach maximale Spannung für das Hauptrennen. Aber der Reihe nach.

Mit wenigen Punkten Vorsprung ging Max Wandel vor seinem Teamkollegen Matthias Rudolph und Max Gripp im McLaren als WM-Führender ins Rennwochenende. Doch als Favoriten galten die beiden Lamborghini von Team Blackwing mit Sicherheit nicht. Dafür ist die Charakteristik der Strecke viel zu sehr auf Boliden mit hervorragender Aerodynamik ausgelegt, weniger auf Fahrzeuge, die ihre Stärke auf langen Geraden mit hohen Topspeed-Werten ausspielen können. Zusätzliche Erfolgsgewichte aus Mugello für beide Lamborghini Huracan GT3 rundeten die Verteilung der Favoritenrolle ab. Und so stellten sich auch die Trainingsergebnisse dar und bestätigten die Einschätzung. Max Wandel und Matthias Rudolph konnten dem McLaren nur hinterher hecheln, fast eine Sekunde fehlte beiden Fahrern auf die Trainingsbestzeit von Max Gripp. Zudem schoben sich im Training noch einige Fahrer zwischen die Kampfhähne, unter anderem Markenkollege Michael Greinig, Dennis Schmitz im BMW und Ronny Dee im Porsche 911 GT3-R. Die Hoffnung auf Schützenhilfe im WM-Kampf war für Max Gripp also durchaus gegeben.

 

Qualifying – Alles anders als erwartet

Als die Boxengasse nach dem Qualifying für Reporter geöffnet wurde und man Max Wandel unter dem Beifall seiner Mechaniker aus dem Auto aussteigen sah, konnte man erahnen, dass es für den Meisterschaftsführenden nicht schlecht gelaufen war.

„Ja, was soll ich schon groß sagen, ein besseres Ergebnis hätte ich mir unter den gegebenen Umständen nicht vorstellen können. Anscheinend kamen einige meiner Kollegen mit den niedrigen Gripwerten nicht so gut zurecht – der ausschlaggebende Punkt war aber mit Sicherheit das Wetter. Eine Woche lang haben hier Mechaniker und Ingenieure alles versucht, damit Matthias Rudolph und ich auch auf der weichen Gummi-Mischung fahren können, aber nichts hat funktioniert. Ab der Hälfte der Outlap waren die Reifen schon außerhalb ihres Arbeitsfensters. Durch den Wetterumschwung zum Qualifying habe ich es dann einfach nochmal mit den Soft probiert, nachdem ich mit den Mediums eine akzeptable Zeit gesetzt hatte. Und zu meiner Überraschung brachte das die nötigen Zehntel, um von Platz 2 aus neben Max Gripp morgen ins Rennen zu gehen. Perfekt, wenn man bedenkt, dass Überholmanöver hier in Brands Hatch eher selten an der Tagesordnung sind. Vielleicht glückt mir ja sogar der Clou mich am Start vorbei zu quechuan. Aber darum kümmern wir uns morgen, vielen Dank ans Team bis hier her.“

 

Im Training unschlagbar unterstrich Max Gripp auch im Qualifying seine Ambitionen die Fahrer-WM noch für sich zu entscheiden. Als Erster fuhr er selbstbewusst aus der Box heraus und sicherte sich mit der ersten gezeiteten Runde bereits die Pole Position. Auf Angriffe der Konkurrenz reagierte er stets mit Verbesserungen der eigenen Runde. Ein souveränes Qualifying, bei dem der erste Startplatz nie ernsthaft in Gefahr schien.

Auf Startplatz 3 und 4 folgten dann wenig überraschend Michael Greinig und Dennis Schmitz, die sich bereits im Training unter den Top3 etablieren konnten.

In Startreihe 3, Platz 5 dann ein giftiger rot grüner McLaren. Entgegen aller Prognosen zelebrierte Patrik Sander das beste Qualifikations-Ergebnis der Saison, wobei er einige andere schnelle Piloten hinter sich lassen konnte. Unter anderem Matthias Rudolph, Ronny Dee und Frenk.

Apropos Frenk, im Fernduell um Platz 4 in der Gesamtwertung mit Clemens Fida konnte er sich mit einem soliden Qualifying die bessere Ausgangslage für den Kampf sichern.

Sprintrennen – Keine Entscheidung im WM-Kampf 

Der frühe Morgen am Renntag ist typisch britisch – neblig, die Regentropfen groß wie Erbsen. Denkbar schlechte Voraussetzungen für die Fahrer der GT3 Masters, die bis jetzt nur heiße trockene Rennen in Südeuropa bzw. Australien erlebt hatten. Glücklicherweise legte sich der Schauer lange vor dem Rennstart, sodass wenigstens die Strecke abtrocknen konnte. Zurück blieb eine stark abgekühlte Strecke und kalte frische Luft. Bedingungen, die die meisten Fahrer nutzten, um für das elf Runden lange Sprintrennen die Soft-Reifen aufzuziehen. Ausnahme blieben die beiden Lamborghini und vereinzelte Porsche-Fahrer, die kein Risiko eingehen wollten.

Der Start an sich verlief völlig problemlos. Trotz leicht besseren Starts schaffte es Max Wandel sich nicht in eine Angriffsposition gegenüber Max Gripp zu bringen. Damit war das am Vortag erhoffte Manöver vom Tisch und die Devise lautete auf einen Fehler von seinem Vordermann zu hoffen.

Teamkollege Matthias Rudolph erlebte derweil einen Traumstart. Von Position 6 aus beschleunigte er Patrik Sander im McLaren bis zur ersten Kurve aus und als sich dann in Kurve 2 auch noch die innere Linie vor ihm öffnet, weil sich Michael Greinig und Dennis Schmitz in die Quere kamen, findet er sich in Anfahrt zur nächsten Kurve schon auf dem dritten Platz wieder, direkt hinter seinem Teamkollegen. Und das war es auch schon mit den Überholmanövern in der Spitzengruppe. Fehlerfreie Rennen aller Beteiligten führte zu einem hintereinander herfahren ohne große Versuche unüberlegte Überholmanöver zu starten.

Im Mittelfeld war da schon mehr Action geboten. Immer wieder kam es auf der engen Strecke zu Zweikämpfen, die aber größtenteils fair abliefen. In einen der wenigen Zwischenfällen war leider Frenk verwickelt, der noch immer um Platz 4 in der Gesamtwertung kämpfte. Nach seinem unverschuldeten Ausritt gelang ihm der Strecke geschuldet leider keine große Aufholjagd mehr. Glück im Unglück, sein direkter Konkurrent Clemens Fida hatte auch so seine Schwierigkeiten und landete sogar einen Platz hinter ihm auf Position 17.

Hauptrennen – Alles oder nichts

Die Ausgangslage für das Hauptrennen war klar. Fünf Punkte Vorsprung konnte Max Wandel vor Max Gripp in den letzten Lauf der Saison mitnehmen. Dem Reversed-Grid geschuldet, startete der McLaren hinter dem Lamborghini auf der letzten Startposition. Ein Sieg im letzten Rennen und auch der zweite Platz würde Max Wandel nicht ausreichen, um in der Gesamtwertung vorne zu bleiben.

Die Taktik von Team Blackwing war ebenfalls offentsichtlich. Max Wandel an seinem Teamkollegen vorbei lotsen und diesen als Puffer möglichst lange zwischen den Konkurrenten zu halten. Hitzige Diskussionen am Kommandostand von Team Blackwing gab es trotzdem. Agieren oder reagieren bezüglich des Boxenstopps war immer wieder die Frage.

Nach der 6. Runde die Auflösung: Nach einem guten Start pflügten sich beide Lamborghini durch das Feld und hatten bereits einen kleinen Vorsprung heraus gearbeitet, den man nutzen wollte. Man agierte, vollzog den frühen Stopp und tauschte dabei direkt die Plätze. Von jetzt an hieß es den Hammer fallen zu lassen und alles im letzten Rennen aus dem Auto heraus zu holen. Eine Runde später die Bestätigung für den frühen Boxenstopp. Beide Blackwing-Fahrer konnten sich wieder vor Max Gripp einsortieren. Boxenstopp-bereinigt war die Ausgangslage jetzt noch klarer. Wollte Max Gripp die Chance auf den Fahrertitel waren, musste er an Max Wandel vorbei gehen und bestenfalls noch zwei Autos zwischen sich bringen.

In der Folge dann die spannendste Phase des Rennens. Matthias Rudolph unterläuft schnell ein Fahrfehler, den Max Gripp ausnutzen kann und die finale Aufholjagd zum Titelgewinn einläutet. Genau acht Sekunden Rückstand gilt es auf Max Wandel aufzuholen und der Rückstand schmilzt Runde um Runde. Als es noch knapp über drei Sekunden Vorsprung sind der Schreckensmoment für Max Wandel. In der Anbremsphase zu Kurve 1 taucht aus dem Nichts der Ferrari von Rayleigh auf, der gerade aus der Boxengasse biegt. Dem Schrecken weicht allerdings schnell  die Gewissheit ein weiteres Auto zwischen sich und Max Gripp gebracht zu haben, als der Lamborghini-Fahrer außen herum in Turn 1 an Rayleigh vorbei gehen kann. Eben dieser Vorfall wird zwei Runden später der entscheidende Faktor zur Vorentscheidung in der Fahrerwertung.

Max Gripp läuft auf den vor ihm fahrenden Ferrari auf und entscheidet sich in der falschen Situation für zu viel Risiko. Als Rayleigh in Turn 4 die Tür ziemlich weit offen lässt, entscheidet sich der McLaren-Fahrer sich an die Fahrertür des Ferrari hinein zu bremsen. Ein Manöver mit dem Rayleigh an der Stelle nicht rechnet und die Linie zuzieht. Blechschäden, Dreher beider Boliden und die Vorentscheidung im Titelkampf sind die Folge.

Ab dem Zeitpunkt ist der Rest des Rennens schnell zusammen gefasst. Max Wandel fährt gebetsmühlenartig seinen Stiefel herunter und greift in der letzten Runde sogar noch den Führenden tabis an, steckt allerdings zurück und beendet das Rennen als Zweiter.

Max Gripp unterläuft ein weiterer kleiner Fahrfehler in Kurve 1 und hat zudem erneut einen dieses Mal unverschuldeten Kontakt mit Rayleigh, was ihm weitere Plätze kostet. Nutznießer davon ist Matthias Rudolph, der sich so noch Platz 2 in der Fahrerwertung zurück erobern konnte, nachdem er nach dem Sprintrennen auf Platz 3 zurück gefallen war.

Aber auch die weiteren Plätze in der Gesamtwertung waren noch nicht entschieden. Nach einem bescheidenen Sprintrennen konnte sich Frenk im Hauptrennen in Szene setzen und verpasste das Podium mit Platz 4 nur knapp. Auf jeden Fall beendete er das Rennen deutlich vor seinem Hauptkonkurrenten Clemens Fida, der auf Brands Hatch mit seinem Nissan GTR GT3 nie zu gewohnter Stärke fand. Ein enttäuschender 14. Platz kostete ihm viele Punkte, die auch am Ende in der Gesamtwertung für ein Top5-Ergebnis fehlten. Hier kann man getrost tabis als großen Sieger des letzten Rennwochenendes bezeichnen, der mit einem Sieg im letzten Rennen der Saison aus einem Top10-Finish kurzerhand ein Top5-Finish machte. Mit zwei Punkten Vorsprung denkbar knapp vor Ronny Dee, der unglücklicherweise das Hauptrennen auf Platz 13 abschloss und so den fünften Platz in der Gesamtwertung noch verlor.

Drei Position weiter vorne lieferte sich währenddessen sein Teamkollege Sven Walther ein Foto-Finish mit Patrik Sander, welches er nach rundenlangen Kämpfen letztlich für sich entscheiden konnte, Platz 10. Erwähnenswert auch der gute 7. Platz von aleex im letzten Rennen der Saison. Damit katapultierte sich das Team Scuderia Victoria direkt aus dem Windschatten noch an Forza Engineering vorbei für den dritten Platz der Konstrukteurs-WM, hinter Rost Racing und Team Blackwing.

 

Interview mit dem Gewinner der ACR GT3-Masters

Nach der feierlichen Krönung des neuen Champion konnten wir Max Wandel freudestrahlend in der Boxengasse für ein kleines Interview abfangen.

Hallo Max, kannst du uns schon an deiner Gefühlslage teilhaben lassen? Was geht dir durch den Kopf mit der Gewissheit, dass du der neue Champion bist?   

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich denken oder sagen soll. Siege in einzelnen Rennen habe ich mir im Vorhinein der Saison schon ausgemalt, aber das ich saisonübergreifend zu jeder Zeit ein Anwärter auf den Titel war, ist auch für mich überraschend gewesen. Es hat natürlich enorm zur Trainingsmotivation beigetragen und die vielen abgespulten Runden resultierten darin, dass ich auch mit Erfolgsgewichten zu jeder Zeit konkurrenzfähig war. Außer natürlich in Spa lacht.

Mit dem Gewinn der Meisterschaft bist du ganz oben angekommen. Was war ausschlaggebend für den Erfolg?

Das größte Dankeschön geht natürlich an mein Team und vor allem meinen Teamkollegen Matthias Rudolph. Woche für Woche stellte uns das Team super Material zur Verfügung, mit dem wir jederzeit konkurrenzfähig waren. Ausschlaggebend für den Titelgewinn war aber mit Sicherheit die enge Zusammenarbeit mit meinem Teamkollegen. Der Austausch über Kleinigkeiten bezüglich Strecke und Auto kann über die Saison hinweg gesehen einfach den Unterschied ausmachen. Jedes kleine Detail ist wichtig, wenn man um Titel fährt und die findet man selten allein. Dazu gehört natürlich auch das gemeinsame Training. Wenn einem von uns beiden der Fokus und die Motivation abhandengekommen waren, konnte der jeweils andere doch noch genügend Überzeugungsarbeit leisten, um doch noch die eine oder andere Runde zu drehen.

 

 

Gerüchten nach hat das Team Blackwing den Werksvertrag mit Lamborghini auf die GT3-Masters begrenzt. War das Team zufrieden mit eurer Leistung und wie fällt das Fazit zum Huracan GT3 aus?

Das kann ich so bestätigen, mit den Erfolgen in letzter Zeit hat sich das Team eine Position erarbeitet auf die wir in gewisser Weise auch stolz sind. Werksverträge stehen uns sozusagen offen und wir bestimmten größtenteils die Vertragsmodalitäten. Da halten wir uns natürlich alle Optionen offen und können so in die nächste Meisterschaft auch mit einem anderen Fahrzeug starten.

Das Lamborghini-Team war natürlich sehr zufrieden mit der Leistung der beiden Fahrer. Platz 1 und 2 und resultierend daraus natürlich auch der Titel in der Konstrukteurs-WM, besser geht es nicht.

Ich persönlich war mit dem Huracan auch sehr zufrieden und habe mich auf fast jeder Strecke mit dem Fahrzeug wohl gefühlt. Mein Teamkollege tat sich da etwas schwerer und vermisste oftmals die Leichtigkeit aerodynamisch starker Fahrzeuge. Bleibt also abzuwarten, ob man uns nochmal im Lamborghini wiederfinden wird.

Wie sehen die Planungen für den Sommer denn aus und was kannst du anderen Fahrern noch mitgeben?

Die Planung für den Sommer ist im vollen Gange und fast abgeschlossen. Nach den GT3-Masters steht jetzt erstmal die Endurance-Saison vor der Tür. Immer wieder ein Highlight mit allen zusammen, teamübergreifend die Vorbereitung zu absolvieren. Da geht es nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander um den Sieg.

Miteinander ist auch das Stichwort, wenn es um Tipps für andere Fahrer geht. Ich kann jedem nur raten am Ball zu bleiben. Meister sind noch nie vom Himmel gefallen und ich kann mich noch ganz genau an meine Anfangszeit erinnern. Keine Rennerfahrung, kein Gespür für das Momentum vom Auto und keine Ahnung von Setup-Einstellungen, um das Auto nach meinen Wünschen anzupassen. Auf den vorderen Plätzen hat man mich zumindest lange Zeit nicht gefunden. Zwei Jahre später bin ich Champion eines so stark besetzten Feldes. Wie das geht?

Engagement und den Mut eigene Schwächen einzugestehen. Bei ACR gibt es Experten in jedem Bereich. Was kann ich einstellen, um das Fahrzeug auf der Hinterachse ruhiger zu machen? Wo sind der genaue Bremspunkt und die Linie für Kurve 3? Wo sind die Stärken und Schwächen meines Fahrzeugs und wie spiele ich diese aus? Egal welches Problem ihr habt, um eure eigene Leistung zu steigern, irgendjemand hat dafür eine Lösung parat. Habt den Mut, sucht den Kontakt und fragt nach. Stagniert nicht in eurer Entwicklung. Wer das möchte und den nötigen Einsatz zeigt, kann sich bei ACR zu einem Top-Fahrer entwickeln, der sowohl national bzw. international, als auch communityübergreifend immer mit Siegchancen in der Startaufstellung steht.

Zu guter Letzt gilt meinem dank all denen, die zu dieser traumhaft guten Durchführung der Meisterschaft beigetragen haben. Ich freue mich auf den Herbst und die Chance meinen Titel zu verteidigen. Bis dahin.

Abschlusstabelle ACR GT3-Masters

 

Abschließende Worte

Assettocorsa-Racing möchte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken, die diese Meisterschaft möglich gemacht und unterstützt haben. Dazu gehören natürlich auch alle Fahrer, die durchgehend am Start standen und so für ein voll besetztes Fahrergrid gesorgt haben, ein Hauptfaktor für eine erfolgreiche Saison mit vielen und engen Zweikämpfen, bei denen alle Beteiligten Spaß hatten.

Weiterhin ein großes Dankeschön an

- Sven für die reibungslose Organisation über die gesamte Saison hinweg. Bei Fragen standest du stets schnell mit Rat und Tat zur Seite.

- Die ReKo, bestehend aus Bull, Nero, Daniel und Sven - Die Möglichkeit Situationen aus dem Rennen zu protestieren, hat zu jeder Zeit die Fairness unter den Teilnehmern gewart. Die Entscheidungen waren zu jeder Zeit neutral und nachvollziehbar.

- Jaye, der keinen Einsatz gescheut hat, um in kürzester Zeit technische Hilfsmittel in Form einer Ingame-App bereit zu stellen und den Meisterschaftsstand übersichtlich auf unserer Server-Tracker-Seite darzustellen.

- Flightmaximes, der mittels Livestream Werbung für ACR gemacht hat und die spannenden Kämpfe über die Saison hinweg in bewegenden Bildern eingefangen hat.

- Max, der den Saisonverlauf schriftlich in Form von News festgehalten hat.

Sonntag, 23 April 2017 17:42

ACR GT3 Masters - Vor dem Finale

Einige Zeit ist ins Land gegangen seit dem Chaos-Rennen in Bathurst. Grund genug den Meisterschaftsstand vor dem Finale am Sonntag in Brands Hatch genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie haben sich die Teams und Fahrer in den letzten Rennen geschlagen, wer mischt um die Meisterschaft noch mit und wie sieht die Konstrukteurs-WM aus. Der Rückblick, ein Fazit und die Prognose für das Saison-Finale.

Team ROST – Porsche 911 GT3-R – Ronny Dee und Sven Walther

Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät so einiges über das Team Rost. Konstanz ist ein nicht zu verachtender Faktor, wenn es heißt vorne in der Meisterschaft mitzuspielen. Beide Fahrer schaffen es sich konstant in den Top10 eines Rennwochenendes zu platzieren und dementsprechend sieht es auch in der Konstrukteurs-WM aus. Platz 2 wurde mit den Ergebnissen aus Mugello gefestigt und weiter ausgebaut. Wenn beide Fahrer ihre ansteigende Form aus der zweiten Saisonhälfte in Brands Hatch bestätigen können, wird man sich auf einen Porsche auf dem Treppchen der Konstrukteurs-WM einstellen dürfen.

Das Wetter im kalten England spielt dem Porsche zumindest in die Karten. Die vorausgesagten kalten Temperaturen lassen zumindest die Prognose zu, dass der hecklastige Bolide aus der Schmiede in Stuttgart die gleiche Gummimischung wie seine Konkurrenten aufziehen kann und nicht auf die härtere Mischung ausweichen muss. Ein nicht außeracht zulassender Faktor, der vor allem im Sprintrennen bei geringen Gripverhältnissen einen Unterschied ausmachen kann.

Schaut man sich die Ergebnisse der Sprintrennen der zweiten Saisonhälfte von Sven Walther an, kann man schnell auf die Idee kommen, der Reifennachteil könnte die Erklärung für die bescheidenen Ergebnisse sein. Ein kurzer Vergleich mit seinem Teamkollegen Ronny Dee verwirft die Idee allerdings ganz schnell. Rückblickend sind die Ursachen schnell gefunden – in Imola verwehrt ein Frühstart Sven Walther sein bis dato bestes Qualifikations-Ergebnis in Punkte umzumünzen, nach der Drive-Through-Penalty ist das Rennen quasi vorbei. In Spa ereilt ihn der klassische Dreher in der Eau-Rogue, von dem er sich nicht mehr erholen kann. Dass es aber auch anders geht, bewies er mit einem guten Sprintrennen in Mugello. Rundenlang kämpfte er im vorderen Mittelfeld Tür an Tür mit Patrick Hoff, dem er schlussendlich den Vortritt lassen musste. Trotzdem ein guter siebter Platz. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern ist Sven Walther allerdings einer derjenigen, die das Reversed-Grid und ihre dadurch gute Ausgangssituation im Hauptrennen ausnutzen können, um die verlorenen Punkte aus dem Sprintrennen wieder einzufahren. Top-Platzierungen in Imola und Spa bestätigen diesen Eindruck.

Ein völlig anderes Bild bietet sich bei der genaueren Betrachtung von Ronny Dee. Der Sieg im Sprintrennen in Barcelona ein Ausreißer nach oben, das Highlight der Saison. Ein Totalausfall ohne Punktegewinn – sucht man vergebens. Für Ronny Dee trifft das bereits erwähnte „Konstanz macht die Musik“ wie die Faust aufs Auge. Sowohl in den Sprintrennen, als auch in den Hauptrennen führen dauerhafte Platzierungen im vorderen Mittelfeld zu konstantem Punktegewinn. Die Top5-Platzierung in der Fahrerwertung zeigt, dass absolute Spitzenplatzierungen nicht von Nöten sind, um sich in der Gesamtwertung vorne zu platzieren.

Wie so häufig reicht allerdings die Beleuchtung einer Seite der Medaille nicht aus, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Dreht man den Spieß einmal um, lässt das Endergebnis außen vor und bricht die Rennen in seine Einzelteile herunter, wird schnell deutlich, dass das mit der Konstanz bei Ronny Dee weit hergeholt ist. In der Statistik der konstantesten Fahrer ist er weit und breit nicht zu finden, dafür taucht sein Name direkt in den Top3 der schnellst gefahrenen Runden auf. Ein kontroverses Bild, das keinerlei Übereinstimmung mit den konstanten Endplatzierungen im vorderen Mittelfeld aufweist. Die Erklärung dafür ist allerdings schnell gefunden, kleine Fehler und Ausflüge ins Kiesbett verhindern immer wieder absolute Top-Platzierungen im Rennen. Nach Fahrfehlern wie zum Beispiel in Imola reichen die fulminanten Aufholjagden nicht mehr für das Podium.

Fazit: Ohne größere Überraschungen im letzten Rennen sollte der zweite Platz in der Konstrukteurs-WM nicht mehr in Gefahr sein. Für Sven Walther gilt es die Form aus dem Sprintrennen in Mugello mitzunehmen und auch aus der resultierenden schlechteren Ausgangslage ein gutes Hauptrennen abzuliefern. Eine Top5-Platzierung in der Meisterschaft ist noch möglich. Ronny Dee muss den Spagat zwischen Risiko und Konstanz abwägen. Ein gutes Ergebnis im letzten Rennen kann ihn noch bis auf Platz 4 in der Gesamtwertung vorspülen. 

Team KoHo – Aufi R8 GT3 LMS – Konstantin Brömmelmeister und Patrick Hoff

Vor der Saison war die Hoffnung groß auf einen der vorderen Plätze in der Meisterschaft, vor allem bei Patrick Hoff, der in den alten DTM Fahrzeugen unter Beweis stellte, dass er vorne mitmischen kann. Die Streckenauswahl zumindest schien ein gutes Omen für den Allrounder aus Ingolstadt zu sein. Leistungs- und aerotechnisch extrem ausgewogen hatte man zudem die Hoffnung auf neue Entwicklungsteile bzw. eine rundum Neuentwicklung des R8 GT3. Doch Stand heute wird sich das auch zum Saisonfinale nicht ändern, man bleibt weiter auf die veraltete Technik angewiesen.

Alte Technik hin oder her, dass ganz andere Ergebnisse mit dem Audi möglich sind, zeigt beeindruckend der Newcomer Alexander Paulick. Die Saison von beiden KoHo-Fahrern ist im Gegensatz dazu enttäuschend, dabei fing es für Patrick Hoff im ersten Saisonrennen vielversprechend an. Mit einer Punkteausbeute von 52 Punkten reihte er sich direkt in die Top5 der Gesamtwertung ein. Ein sehr guter Beginn, der leider das Highlight der Saison bleiben sollte. In den folgenden Rennen gelang ihm kein Rennwochenende mehr mit über 30 Punkten. Kein Wunder, dass man lange im Meisterschaftsstand scrollen muss, um Patrick Hoff letztendlich auf dem 17. Platz zu finden. Zurück zur Form des ersten Rennens hieß die Devise in Mugello und tatsächlich fand sich der Audi komfortabel im vorderen Mittelfeld wieder.

Ein Platz im vorderen Mittelfeld blieb Konstantin Brömmelmeister bis heute während der gesamten Saison verwehrt. Einstellige Punktezahlen über das Gesamtwochenende hinweg sprechen ihre eigene Sprache. Einzig und allein im Chaosrennen von Bathurst geling es ihm die 30er-Punkte-Marke zu knacken. Eine enttäuschende Saison, die mit einem Überschlag und in einem in seine Einzelteile zerlegten Audi in Mugello seinen negativen Höhepunkt fand.

Fazit: Die Charakteristik von Brands Hatch spricht für ein Rennen mit vielen Fehlern und einem Hang zu chaotischen Rennverläufen. Für Patrick Hoff und Konstantin Brömmelmeister möglicherweise die Chance noch einmal ordentlich Punkte mitzunehmen und sich in der Konstrukteurs-WM weiter nach vorne zu schieben. Platz 7 und 6 sind definitiv nicht außer Reichweite.

Team Forza Engineering – Mercedes AMG GT3 – Frenk und Tony Torque

Ein Team, das in der Konstellation schon vor ACR-Zeiten so zusammen gefahren ist und auch in Endurance-Rennen mit ihrer Konstanz die vorderen Plätze angreift. Wo genau das Problem liegt, dass man auf den vorderen Plätzen in der Regel nur Frenk antrifft und seinen Teamkollegen Tony Torque vergeblich sucht, hat sich in einem Interview im letzten Rennen in Mugello heraus gestellt. Die Markenwahl mit dem Mercedes AMG GT3 zu Saisonbeginn war anscheinend die falsche Wahl für Tony Torque. Trotz intensiver Bemühungen sich an das Fahrzeug zu gewöhnen, erreicht er sein eigentliches Niveau nicht. Eine durchschnittliche Ausbeute von 24 Punkten reicht nicht aus, um sich in den Top10 der Meisterschaft zu platzieren. Ein Saisonverlauf von dem er selber wahrscheinlich am allermeisten enttäuscht ist. Dabei schien nach dem Rennen in Bathurst noch alles in Ordnung. Die beiden ersten Saison-Ergebnisse glich er mit einem Sieg und über 50 Punkten wieder aus. Das Momentum war allerdings zwei Wochen später in Imola wieder weg. Mit nur 12 Punkten verlor er weiter den Anschluss an die Top10 und weitere enttäuschende Rennen in Spa und Mugello erübrigten den Gedanken nochmal in die Top10 vorzustoßen.

Dass der Mercedes sehr wohl konkurrenzfähig ist, beweist sein Teamkollege Frenk. Die 40-Punkte-Marke und eine Platzierung zwischen Platz 5-8 ist in der Regel kein Problem für Frenk. Wenig überraschend in Folge auch der 7. Platz in der Gesamtwertung und die Garantie dafür, dass Forza Engineering in der Konstrukteurswertung auf einem guten dritten Platz liegt.

Fazit: Mit geringem Vorsprung auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM ist der letzte Lauf für Forza Engineering noch einmal extrem wichtig. Mit einem guten Ergebnis verhilft Frenk allerdings nicht nur seinem Team, sondern auch sich selber. Es gilt den knappen Vorsprung auf Platz 5 in der Fahrerwertung zu verteidigen. Motivation auf das beste Saisonergebnis und ein Zieleinlauf in den Top5 sollte also vorhanden sein. Für Tony Torque geht es darum seinem Teamkollegen möglichst viel Schützenhilfe zu leisten, dabei den Fokus auf sein eigenes Rennen aber nicht zu verlieren. 

Team Blackwing – Lamborghini Huracan GT3 – Matthias Rudolph und Max Wandel

Als Erst- und Zweitplatzierter der letzten Saison in den GT2-Fahrzeugen war die Favoritenrolle nicht von der Hand zu weisen. Die Überraschung war allerdings groß, als vor dem ersten Saisonverlauf zwei brandneue Fabrikate aus dem Team-Truck geschoben wurden. Der für das Team in Endurance-Rennen so erfolgreich eingesetzte McLaren 650S GT3 musste aufgrund des Reglement dem mit einem stärkeren Herz bestückten Lamborghini weichen. Eine Entscheidung die im Nachhinein immer wieder zu teaminternen Kontroversen führte. Außenstehende betiteln das gerne als Jammern auf hohem Niveau, schließlich liegen beide Fahrer in der Gesamtwertung an Position 1 und 2 und die Konstrukteurs-WM ist nicht rechnerisch, aber quasi entschieden.

Ansonsten gibt es nicht viele Worte zu verlieren, beide Fahrer fahren auf einem konstant hohen Niveau, das zu durchschnittlichen Punktegewinnen von 58 bzw. 59 Punkten führt. Dass Tiefschläge allerdings zu jedem Saisonverlauf gehören, durften die beiden Fahrer in Spa erleben. Erfolgsgewichte bis 50KG schienen den Lamborghini ungewohnt unfahrbar zu machen. Untypisch viele Fehler schlichen sich in die Rennen beider Fahrer ein, sodass am Ende des Wochenendes eine enttäuschende Anzahl von jeweils 27 Punkten für Max Wandel und Matthias Rudolph auf dem Tableau standen. Ein Ergebnis, das aus Teamsicht zum Glück nur ein Ausrutscher blieb. Schon im darauffolgenden Rennen in Mugello fanden beide Fahrer zu ihrer Normalform zurück und konnten das jeweils beste Saisonergebnis einfahren. Mit einem Sieg im Sprintrennen und einem dritten Platz im Hauptrennen durfte sich Max Wandel über zusätzliche 65 Punkte freuen. Mit zwei 2. Plätzen waren es sogar 66 Punkte für Matthias Rudolph.

Fazit: Die Konstrukteurs-WM so gut wie gewonnen, könnte man meinen sich auf ein entspanntes Rennen einzustellen. Allerdings kämpfen beide Fahrer noch um den Gesamtsieg in der Fahrerwertung, gerade einmal 5 Punkte Vorsprung trennen die beiden Teamkollegen voneinander. Ein teaminternes Duell wird es mit Sicherheit aber nicht geben. Vorrangig geht es für das Team darum für einen der beiden Fahrer den ersten Platz zu sichern. 8 Punkte beträgt der Vorsprung auf Max Gripp im McLaren 650S GT3, der den freien Trainings nach, vor allem durch fehlende Erfolgsgewichte, das deutlich bessere Gesamtpaket für Brands Hatch bereit stehen hat. Es wird spannend!

Team Scuderia Vittoria – Porsche GT3-R – tabis und aleex

Der Name beschreibt die Ambitionen des Teams auf seine eigene Art und Weise und die wurden die beiden Fahrer in bisherigen Rennserien auch immer gerecht. Was genau zu diesem mittelmäßigen Abschneiden in dieser Saison geführt hat, ist nicht wirklich bekannt. Beendete Rennen mit keinem Punktgewinn treten recht häufig auf. Vor allem aleex genehmigte sich in diversen Sprintrennen eine Nullnummer, gleichte diese aber normalerweise im Hauptrennen mit einem guten Ergebnis wieder aus. Taktik? Wohl eher ein Verschulden des relativ schmalen Budgets dieser Saison. Trainingsfahrten sieht man recht selten, allen Anschein wird dazu das Sprintrennen genutzt, ehe es um die vielen Punkte im Hauptrennen geht. In drei von vier Rennen reichte es so bei aleex für immerhin mehr als 40 Punkte im Durchschnitt, wobei das auch im vierten Rennen in Spa geklappt hätte, wären da nicht Max Wandel und Frenk gewesen, die das Hauptrennen von aleex mit zwei übermotivierten Manövern zu einer Nullnummer machten. So stehen leider drei Ergebnisse mit unter 15 Punkten in aleex Historie, die letztendlich nur zu einem Gesamtrang 14 führen.

Mit Platz 10 sieht es bei tabis leider nicht viel besser aus, der normalerweise immer in den Top5 geführt ist. Ob es am Fahrzeug oder mangelnder Motivation liegt, ist hingegen nicht bekannt. Das erreichte Niveau entspricht zumindest nicht dem Bekannten oder vielmehr auch dem Erwarteten. Umso überraschender, dass Scuderia Vittoria vor dem letzten Saisonlauf nur mit knappen Abstand auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM liegt.

Fazit: Es bleibt abzuwarten, was die beiden Fahrer am letzten Rennwochenende anbieten. Holen beide ihre 40 Punkte oder mehr, sollte der Angriff auf den dritten Platz im Bereich des Möglichen liegen. Auch in der Fahrerwertung ist ein Sprung in die Top10 noch ohne weiteres machbar.

Mahle Racing Team – BMW Z4 GT3 – Dennis Schmitz und Stefan

Ein komplett neu zusammen gewürfeltes Team für die ACR GT Masters, das wahrlich mit der konstanten Punkteausbeute zu kämpfen hat. Teilweise haben beide Fahrer bis zu 40 Punkte aus einzelnen Rennwochenenden mitgenommen, die allerdings durch schlechte Ergebnisse mit weniger als 15 Punkten wieder egalisiert wurden. So ist die Saison zusammenfassend ein einziges Hoch- und Runter bei dem keiner regelmäßig in die Top10 vorstoßen kann. Dennis Schmitz zeigte zwischendurch immer wieder, dass auch mit dem BMW Top10 Zieleinläufe möglich sind, vor allem in der ersten Hälfte der Saison. Dass die Form zuletzt wieder ansteigend ist, zeigte er zumindest in Mugello, wo ihm nach einem miserablen Sprintrennen ein erfolgreiches Hauptrennen gelang. Auch bei Stefan stellt sich gegen Ende der Saison der Trainingseffekt ein. War der Saisonbeginn mit mageren 4 und 20 Punkten noch sehr holprig, war vor allem das Ergebnis in Spa mit 38 Punkten wieder deutlich besser.

Fazit: Eine durchwachsene Saison für beide Fahrer, die in Brands Hatch ihren Abschluss findet. Die Trainingsleistung von Dennis Schmitz macht allerdings nochmal Hoffnung. Als Trainingsdritter könnte das Saisonende zum Highlight avancieren, um die Saison mit einem guten Gefühl zu beenden. Für Stefan gilt die Devise sich aus dem möglichen Chaos heraus zu halten und die Gunst der Stunde zu nutzen. Sein Teamkollege zeigt, dass der BMW auf Brands Hatch Top-Ergebnisse einfahren kann.

acSociate Racing Team – Ferrari 488 GT3 – Jaye und Rayleigh

Ein trauriges Bild bietet sich, wenn man das Punktekonto vom Team, aber auch von den Fahrern Jaye und Rayleigh anschaut. Lange nicht zu finden, entdeckt man sie auf Platz 22 und 16. Das Potential zu mehr ist ohne Frage vorhanden, schaut man sich nur mal die beiden zweiten Plätze von Rayleigh in den Sprintrennen von Imola und Spa an. Und auch Jaye war in vielen Rennen in der Spitzengruppe mit von der Partie ehe er sich in einem verbeulten Ferrari wiederfand, ob Eigen- oder Fremdverschulden sei mal dahingestellt. Definitiv einer der Pechvögel der Saison, wobei das häufige Fehlen an Rennwochenenden dem Punktekonto auch nicht gut tat. Zwei verpasste Rennläufe bei Rayleigh runden das Bild ab und erklären die schwache Positionierung in der Konstrukteurs-WM.

Fazit: Eine Saison zum Abhaken, die nicht weiter kommentiert werden muss. Mund abwischen, das letzte Rennen genießen und gestärkt in die Endurance-Rennen-Saison starten, wenn es wieder heißt ACR im Großen und Ganzen zu vertreten.

 

 

Max Gripp – McLaren 650S GT3

Ein Rookie, ein Newcomer. Seine erste Saison unter der Schirmherrschaft von ACR und was für Eine. Getrost könnte man hier die Beschreibung der beiden Blackwing-Fahrer kopieren und hätte ein exaktes Abbild des Saisonverlaufs. Konstante Top-Ergebnisse mit zwei kleineren Ausnahmen katapultieren ihn zum Saisonende direkt in die Top3 mit sehr geringem Abstand auf den Führenden Max Wandel. Zudem gilt er als derjenige, der die Taktik des Undercut in die GT3 Masters einführte, um im Hauptrennen maximal konkurrenzfähig zu sein.

Fazit: Trotz der 8 Punkte Rückstand geht er als Favorit für den Gesamtsieg in das Rennen in Brands Hatch. Der McLaren 650S GT3 scheint den Trainingszeiten nach das komplettere Paket als der Lamborghini zu sein. Bleibt abzuwarten, ob er den krönenden Abschluss in seiner ersten Saison feiern kann.

 

Michael Greinig – McLaren 650S GT3   

Ein weiterer Neuling, der erst zum dritten Lauf in die Saison eingestiegen ist und seitdem mit konstanten Top5 Ergebnissen auf sich aufmerksam macht. Ausnahme bildet dabei das letzte Rennen in Mugello, wo es zu keinem Top10 Finish reichte. Ansonsten haben wir über die Saison einen neuen schnellen und fairen Fahrer kennengelernt, der ACR hoffentlich noch eine Weile erhalten bleibt.

Fazit: Die Ergebnisse sprechen eine Sprache für sich und auch die Trainingszeiten zum Lauf in Brands Hatch lassen sich sehen. Ein weiteres Abschneiden in den Top5 sollte das erklärte Ziel sein.

Hamdi El-Ouni – BMW Z4 GT3

Ein alter Hase und Mitbegründer von ACR, dessen Saison unglücklicherweise auch mehr als holprig verläuft. Dem mangelnden Training geschuldet, kommt er aktuell nicht an die guten Ergebnisse früherer Tage heran, Positionskämpfe im hinteren Mittelfeld der Alltag von heute. Zudem hat er immer wieder mit nicht astreinen Manövern von anderen Fahrern zu kämpfen, wenn er sich in aussichtsreicher Position befindet. Wer Hamdi El-Ouni allerdings kennt, weiß, dass er sich davon nicht unterkriegen lässt und die Rennen weiter beständig durchzieht, aufgeben ist nicht.

Fazit: Ein Saisonfinale, in dem es nicht mehr wirklich um viel geht, außer nochmal ein versöhnliches Ergebnis einzufahren und mit engen fairen Kämpfen den Spaß am Rennen fahren nicht zu verlieren.

 

Nilo – Porsche 911 GT3-R

Ein kompletter Neueinsteiger in der SimRacing-Welt und umso beeindruckender sind seine Ergebnisse in der Meisterschaft. Keine Teilnahme oder nicht beendete Rennen sucht man in der Ergebnisliste vergeblich, gekämpft wird immer bis zum Ende, egal, wo er sich im Feld befindet. Nicht vergessen sollte man, dass Nilo wider Erwarten bereits einige Führungsrunden und –kilometer auf der Uhr hat. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wenn die Entwicklung weiter so voran schreitet, dürfen wir ihn bald im vorderen Mittelfeld begrüßen.

Fazit: Die erste Saison neigt sich dem Ende und Nilo konnte bereits viele faire Zweikämpfe gegen langjährige SimRacer für sich entscheiden. Bleibt abzuwarten was in Brands Hatch im Bereich des Möglichen liegt, Erfahrung hat er allemal über die Saison weg gewonnen.

 

Patrik Sander – McLaren 650S GT3

Ein weiterer McLaren im Feld, der diese Saison leider nicht zeigen konnte, wozu sein Fahrzeug in der Lage ist. Platz 18 in der Gesamtwertung sprechen Bände, allerdings war das Trainingspensum auch nicht so hoch, wie bei anderen Fahrern. Enge Zweikämpfe, vor allem im Hauptrennen, zeigten aber immer wieder, dass in dem McLaren ein Fahrer steckt, der weiß, wie man seine Position fair verteidigt. Auch so einige Top-Fahrer hingen zum Teil rundenlang hinter Sander fest und bogen zum Teil entnervt in die Box zum frühzeitigen Stopp ab.

Fazit: Ein Saisonfinale, das Patrik Sander entspannt angehen kann. Mit Hannes Hickl hat er nur noch einen Fahrer in der Gesamtwertung vor sich, den er noch überholen kann. Ansonsten heißt es sich nochmal breit zu machen und schöne Zweikämpfe zu führen.

 

Clemens Fida – Nissan GTR GT3

Auch Clemes Fida durfte ACR nach dem ersten Saisonlauf als neuen Stammfahrer begrüßen. Seitdem zeigt er der Konkurrenz beeindruckend, dass auch mit dem Nissan Platzierungen im vorderen Mittelfeld möglich sind. Vor allem das Reglement mit seinem Reversed Grid macht er sich im Hauptrennen zu seinem Vorteil. Auf den Geraden führt kein Weg an dem leistungsstarken GTR vorbei und in den Kurven macht er sich dann geschickt breit. Hört sich an, als reden wir hier von einem Fahrer im Kreise der Top10, die Gesamttabelle verrät allerdings ein anderes Bild. Clemes Fida liegt aktuell in den Top5 und hat noch Chancen den vierten Platz anzugreifen.

Fazit: Gerade einmal 7 Punkte Rückstand trennen ihn von Frenk und Platz 4. Mit einem abermals guten Ergebnis im Hauptrennen ist der 4. Platz in greifbarer Nähe.

 

 

 

Prognose für das Rennen in Brands Hatch:

Dass die Saison bis zum Ende so spannend bleibt, hätte wohl vorher niemand geahnt. Die Plätze 1-3 liegen so eng beieinander, dass           dort noch alle Fahrer wild durcheinander gewürfelt werden können. Zudem trennen Platz 5 und 10 gerade einmal 20 Punkte, die bei einer maximalen Punkteausbeute von 75 Punkten eine Leichtigkeit darstellen.

Aber auch die Konstrukteurs-WM ist noch lange nicht entschieden, von Platz 2 bis Platz 4 ist für die beteiligten Teams noch alles machbar. Wer wo, wie und wann die Nase vorne hat, könnt ihr wie gewohnt heute Abend im Livestream bei Flightmaximes sehen, wenn zum letzten Mal in der Saison die Motoren aufheulen.                                    

 

Mittwoch, 08 März 2017 15:53

GT3 Masters - Das Chaos in Bathurst

Bathurst, genauer gesagt der Mount Panorama Circuit ist eine Rennstrecke in New South Wales (Australien), die bereits in den 30er Jahren entstanden ist. Mittlerweile gehört sie zu den Strecken, die absoluten Kultstatus erreicht hat. Der Streckenabschnitt am Berg ohne jegliche Auslaufzonen lässt einerseits fühlbar das Adrenalin durch den Körper rauschen, andererseits das Herz in die Hose rutschen. In der heutigen Zeit, in der Sicherheitsbestimmungen im Motorsport eine große Rolle spielen, können das aufgrund der Restriktionen nur noch wenige Fahrer erleben. Lediglich Tourenwagenrennen, wie die V8 Supercars oder die GT3-Klasse, sind auf der Strecke zugelassen.

Apropos GT3-Klasse, im Gegensatz zur langjährigen Geschichte vieler Rennstrecken wie in Bathurst ist die GT3-Klasse noch ziemlich jung. Die Idee zu der neuen Klasse stammte von Stéphane Ratel, seinerzeit GT-Promoter. Er stellte sich damals die Frage, warum in der GT2-Klasse eigentlich nur zwei Marken gegeneinander antreten, wobei es doch so viel mehr Sportwagen auf der Welt gibt, die für einen Renneinsatz tauglich wären. Seine Analyse ergab, dass das komplizierte Reglement in den existierenden GT-Klassen die Blutauffrischung durch neue Hersteller blockierte, und die Kosten viel zu hoch waren.

Die Antwort darauf war die GT3, Seriennähe und Kostenkontrolle die Eckpfeiler der neuen Klasse. Die Verwandlung vom Straßenauto zum Rennwagen sollte unkompliziert sein, um möglichst viele Hersteller anzusprechen. Trotzdem sollten die Zuschauer nicht auf renntypische Features wie große Flügel und hohe Motorleistung verzichten. Die Idee war ein voller Erfolg, beim ersten GT3-EM-Lauf  im Frühjahr 2006 waren 42 Fahrzeuge von neun verschiedenen Herstellern am Start. Seit der Saison 2012 wird die FIA-Weltmeisterschaft nach dem GT3-Reglement ausgefochten, das Todesurteil für die GT1-Klasse und ein Einschnitt für die GT2-Klasse.

Ein Boom der bis zum heutigen Tag anhält und sich in diversen GT-Rennserien auf der ganzen Welt wiederspiegelt. Mit dem weltweiten Erfolg kommen aber auch Probleme ans Tageslicht, mit denen im Jahr 2006 niemand gerechnet hat. Die einstigen Eckpfeiler der Klasse gelten schon lange nicht mehr. Seriennähe und Kostenkontrolle, Fehlanzeige, das technische Wettrüsten der Hersteller hat schon lange Einzug erhalten. Ein Problem für prestigeträchtige Strecken wie die Nordschleife oder Bathurst. „State oft he Art“-Sicherheitsvorkehrungen sind hier nicht leicht umzusetzen, auf Dauer könnten die Fahrzeuge der GT3-Klasse zu schnell werden, um Rennen ohne Sicherheitsbedenken austragen zu können. Ein Spiel mit dem Feuer, der den Boom unfreiwillig schnell einbremsen könnte.

Qualifying:

Nach dem kurzen Schwenker in die Vergangenheit zurück ins Hier und Jetzt. 26 gemeldete Fahrer auf dem Weg ins Qualifying. Schnell trennt sich die Spreu vom Weizen, schnell ist erkennbar, wer die Trainingssessions effizient genutzt hat und jede kleine Bodenwelle in der Bergpassage kennt. Ganz weit vorne wieder mit dabei die Lamborghini von Team Blackwing. Lange Zeit sieht es nach der Pole Position für Max Wandel aus, ehe Michael Greinig nach abgelaufener Zeit seine angefangene Runde noch beendet und sich den ersten Startplatz mit 0,019s Vorsprung sichert. Direkt dahinter auf Platz 3 Matthias Rudolph im zweiten Lamborghini, gefolgt vom Überraschungsvierten B0B0_tr0n, der damit die zweite Startreihe perfekt macht.

Enttäuschend verlief das Qualifying hingegen für einige Kandidaten, die man ansonsten auf den vorderen Plätzen wiederfindet. Einen Max Gripp beispielsweise, der gehemmt durch die 50KG Zusatzgewicht nicht an seine guten Resultate der letzten Wochen anknüpfen konnte, Platz 8. Oder die beiden Fahrer von Team ROST. Ronny Dee steckte in seinen schnellen Runden plötzlich mitten im Verkehr und konnte so nicht an seine Trainingsbestzeiten anknüpfen, Platz 10. Noch schlimmer erwischte es seinen Teamkollegen Sven Walther, ebenfalls weit entfernt von der Trainingszeit reichte es nur für Platz 14.

Der Verkehr war sowieso ein Hauptthema auf der Strecke. Die enge Bergpassage lässt kein nebeneinander fahren zu, geschweige denn gibt es Möglichkeiten andere Fahrer sicher passieren zu lassen. So mussten Viele in den sauren Apfel beißen und schnelle Runden abbrechen, unter anderem auch Jaye für den es so nur für Platz 11 reichte.

Sprintrennen:

Die Motoren heulen auf, die Erde bebt - Feuer frei, als die Ampel ausgeht. Den besten Start erwischt abermals Max Wandel, der sich bereits vor der ersten Kurve vor Michael Greinig setzen kann. Als Matthias Rudolph sich dann aus dem Windschatten heraus den McLaren auf der Conrad Straight ebenfalls schnappt, geht der Plan für Team Blackwing in Perfektion auf. Auf den Geraden ist auch aus dem Windschatten heraus mit dem McLaren gegenüber dem Huracan GT3 nicht ans Überholen zu denken und in der Bergpassage bietet sich in der Regel keine Chance. So steht am Ende der erste Doppelsieg vor Michael Greinig fest.

Ebenfalls stark präsentierte sich Dirk Dietrich, der mit seinem Nissan GT-R GT3 den einen oder anderen Kontrahenten auf der Geraden versägte und seine Position am Berg gegen die Aero-Monster geschickt verteidigte. Zu denen gehörte unweigerlich Patrick Hoff in seinem R8 LMS Ultra, der die Fehler seiner Vorderleute geschickt ausnutzte und so Position um Position gut machte. Erst der eben angesprochene Dirk Dietrich schob einen Riegel vor weiteren Positionsgewinnen, sodass es am Ende für Platz 5 reichte.

Dennis Schmitz vom Team Mahle Racing war einer dieser Fahrer, die Patrick Hoff unfreiwillig einen Platz schenkten. Nach einem starken Qualifying folgte der Verbremser in Runde 1, der ihm einige Plätze kostete und infolgedessen er hinter dem Porsche von Ronny Dee fest hing. Trotz weitaus schnellerer Pace machte auch ihm die Streckencharakteristik ein Strich durch die Rechnung. Dem BMW Z4 GT3 fehlte die Leistung, um auf den Geraden am Porsche vorbei zu gehen. Die Hartnäckigkeit sollte sich allerdings am Ende auszahlen, der konstante Druck trieb Ronny Dee in einen Fehler, der das Duell schlussendlich entschied. Platz 8 für Dennis Schmitz – Platz 9 für Ronny Dee.

Als Gewinner des Sprintrennens darf man ohne Zweifel Clemens Fida in Betracht ziehen. Nach einem verkorksten Qualifying, was auf Platz 20 endete, hielt er sich im Sprintrennen aus allem Techtel-Gemechtel heraus. Karambolagen in The Cutting und Frog Hallow nutzte er aus, um sich Platz für Platz nach vorne zu schieben. Neun gewonnene Positionen später, ging es mit Platz 11 in der Tasche über die Ziellinie. 

Hauptrennen:

Das anschließende Hauptrennen sollte als eines der denkwürdigsten Rennen in die Geschichte von ACR eingehen. Rennen?! – Ein Terminus, der nach dem Schwenken der Zielflagge kontrovers unter den Fahrern diskutiert wurde. Hatte das, was wir da im Hauptrennen erlebt hatten noch viel gemein mit dem Rennen fahren im klassischen Sinn?

Der Übersicht halber nochmal die Eckdaten. Startaufstellung in umgekehrter Reihenfolge zum Ergebnis des Sprintrennens – aufgrund der extrem schmalen Strecke wurde die Einführungsrunde und der fliegende Start einzeln hintereinander ausgetragen, nicht wie sonst in Zweierreihen.

Chaos ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber erinnert man sich an die bisherigen Läufe der GT3-Masters zurück, merkt man schnell, welchen Reiz dieses Format bietet. Die schnellen Fahrer drücken von hinten das Feld zusammen und unternehmen jeden kleinen Versuch um möglichst schnell ihren Weg nach vorne zu suchen. Unfälle, Dreher und Kaltverformungen keine Seltenheit – auf jeden Fall non-stop Action pur für jeden Beteiligten.

Erschaffen wir für ein paar Minuten doch mal kurz eine Zeitenblase. Du befindest dich in der Schule, sitzt über deinem Test und hast bis auf die letzte Aufgabe alles bravurös gelöst. Auswendig lernen hat bis hierhin gereicht, jetzt gilt es das Gelernte zu transferieren, um die Aufgabe zu lösen. Du hast keinen blassen Schimmer, keine Sorge, ich helfe euch auf die Sprünge.

Mount Panorama Circuit, 23 Kurven, 6,213km lang, eine Streckenführung mit bis zu 16% Steigung, circa die Hälfte der Strecke verläuft am Berg, die keine Überholvorgänge zulässt. Transferieren wir das bisher erlebte der GT3 Masters Hauptrennen auf die Strecke und folgern daraus unser Ergebnis. Ich bin mir sicher, hier ist es das richtige Wort und die korrekte Lösung – Chaos.

Ein Rennen, was sich mit Worten nicht zusammenfassen lässt. Schlicht unmöglich wieder zu geben, was sich an dem Renntag abgespielt hat. Von großen Aufholjagden, über verpatzte Boxenstopps und Überraschungen auf den ersten Plätzen, bis hin zu Vollsperrungen aufgrund von Massenkarambolagen am Berg. Jeder, der das Rennen verpasst hat, sollte sich die Aufzeichnung von Flightmaximes in aller Ruhe anschauen, um sich sein eigenes Bild zu machen. Der Terminus Rennen wird hier im Übrigen mit Absicht verwendet, denn nachdem der erste Schmerz über unverschuldete Positionsverluste überwunden war, war sich das Fahrerfeld in Einem einig: Ein kompliziertes Rennen, ein Rennen der anderen Art, ein Rennen das besondere Anforderungen an jeden Einzelnen gestellt hat, aber ein Rennen, was man nicht so schnell vergessen wird. 

Donnerstag, 23 Februar 2017 14:26

GT3 Masters - Zweiter Lauf in Barcelona

Barcelona ist einer dieser Strecken, die vom Fahrer und Material alles abverlangt. Besonders tückisch sind die letzten beiden Kurven der Strecke, vor allem wenn sie in der Moto-Variante gefahren wird. Mit hoher Geschwindigkeit erreicht man die Bremspunkte, die mit dem Lenkwinkel perfekt abgestimmt werden müssen. Letztes Jahr im Sommer erwies sich diese Kurvenkombination als tödlich für den jungen Moto2-Fahrer Luis Salom. Wer Motorsport betreibt, weiß, dass er sich einem gewissen Risiko aussetzt. Das gilt nicht nur für den Motorradsport, sondern für den Rennsport allgemein. Grund genug sich mit dem Sicherheitskonzept für Rennfahrzeuge einmal auseinander zu setzen und einen Blick auf die Entwicklung der Autos zu werfen.

Sicherheit ist im Motorsport kein Zustand, sondern ein permanenter Prozess. Der stetige Dialog zwischen den Fahrern, Teams und Mitglieder der Fachausschüsse bildet dabei den Kern, um regelmäßige Verbesserungen im Sicherheitsbereich voranzutreiben.

Neben den sechs Crash-Elementen an Seiten, Front und Heck schützt vor allem die Kombination aus Monocoque und Käfig mit integriertem Sicherheitstank den Fahrer im Falle eines Unfalls. Darüber hinaus wird der Sitz des Fahrers oftmals in das Kohlefaser-Monocoque integriert.

Weitere Sicherheitselemente befinden sich im Inneren des Fahrzeugs. Sowohl sogenannte Renn-Netze sind mittlerweile Pflicht in der GT3-Klasse, als auch der obligatorische Handfeuerlöscher bzw. Feuerlöschsysteme.

Alle diese Maßnahmen minimieren das Risiko für den Fahrer schwere Verletzungen im Falle eines Unfalls zu erleiden. Ein unvermeidliches Rest-Risiko wird aber immer vorhanden bleiben, egal wie schnell die Sicherheitsentwicklung voran schreitet. 

 

 

Qualifying:

Training hin oder her, was zählt ist das Abschneiden im Qualifying und da gab es zum Start in den Renntag einige Überraschungen. Waren in den Trainingsläufen davor die beiden Lamborghini und der McLaren von Max Gripp trotz der Zusatzgewichte nicht zu bändigen, hatte einer im Qualifying ganz besonders was dagegen die erste Startreihe ohne Kampf abzugeben.

Ronny Dee von Team Rost im Porsche konnte es selber kaum glauben. Jede Sekunde rechnete er mit einer schnellen Runde seiner Konkurrenten, aber sie kam und kam nicht. Pole Position, direkt dahinter Matthias Rudolph, der seine Pole-Zeit in der letzten Kurve im Kies versenkte.

Für die beiden Namensvetter Gripp und Wandel lief es dagegen überhaupt nicht wie geplant, beide verpatzten ihr Qualifying und mussten sich mit Startplatz 6 und 7 zufrieden geben. Auszunutzen wusste das unter anderem Jaye, der seinen Ferrari auf Startplatz 3 prügelte, direkt dahinter Daniel Wolf im McLaren.

 

Sprintrennen:

Übermotiviert, dumm oder unerfahren. Da letzteres nicht mehr als Ausrede für den Lambo-Fahrer Max Wandel gelten darf, war es wohl eine Mischung aus übermotiviert und dumm, die als Erklärung für die erste Kurve herhalten muss. Es ist der guten Reaktion von Jaye zu verdanken, dass der Rennverlauf für die vordere Gruppe nicht schon in Kurve 1 entschieden wurde. Gekonnt fing er die Dive-Bomb von Max Wandel ab, sodass es ohne Dreher und Folgeunfälle durch die ersten zwei Kurven ging. Den Preis dafür zahlte der Fahrer von Team Blackwing mit einem rundum beschädigten Fahrzeug, dass keinen Angriff nach vorne mehr zuließ, Platz 6. Unbeeindruckt von seinem beschädigten Ferrari drehte Jaye hingegen seine Runden. Nach vorne ließ der humpelnde Gaul keine Angriffe mehr zu und die beiden McLaren-Fahrer Max Gripp und Daniel Wolf waren zu sehr mit ihrem eigenen Rennen beschäftigt, als dass sie nochmal in eine Position kamen Jaye anzugreifen, Platz 3.

Zurück zum Pole Setter Ronny Dee. Die Erfahrung der letzten Rennen hatte gezeigt, dass sein Konkurrent Matthias Rudolph eigentlich nicht zu den schnellen Startern gehört, umso überraschender war das Ergebnis als die Ampel von Rot auf Grün schaltete. Rudolph preschte los und konnte sich schon vor dem Bremspunkt zu T1 klar vor dem Porsche von Ronny Dee platzieren. Die Erklärung für den famosen Start lieferte Rudolph bereits am Rundenende, als er in die Box abbog und seine Drive-Through-Strafe für den Frühstart absolvierte. Ein hämisches Grinsen blitzte über das Gesicht von Ronny Dee und 9 Runden später war das Tripple perfekt, Pole, Sieg und schnellste Rundenzeit. Auch tabis vom Team Scuderia Vittoria konnte dem nichts entgegen setzen und den Sieg gefährden, Platz 2.

Aber auch im Mittelfeld wurde unermüdlich um wichtige Punkte in der Meisterschaft gekämpft. Einen schönen sauberen Fight lieferten sich beispielsweise Patrik Sander und Hamdi El-Ouni. Keine Sekunde lag zwischen den beiden, als sie als 13. Und 14. die Ziellinie überquerten, mit dem besseren Ende für den im Z4 GT3 fahrenden Hamdi El-Ouni. Direkt davor ging es zwischen Rayleigh im Ferrari und Patrick Hoff im Audi heiß her, allerdings gelang es Rayleigh trotz besserer Pace nicht den Audi zu überholen, Platz 11 und 12.

 

Hauptrennen:

Das Hauptrennen, startend im reversed Grid und fliegendem Start, sorgte wie schon in Monza für eine Menge Spannung. Die schnellen Fahrer drückten von hinten, während vorne unbeeindruckt um die Positionen gekämpft wurde. Rückblickend schauen wir uns den Rennverlauf mal aus der Sicht der einzelnen Teams und Fahrer an.

-Forza Engeneering-

Nachdem der AMG GT3 im Sprintrennen noch seinen Dienst verweigerte, hieß es im Umkehrschluss eine gute Ausgangslage für das zweite Rennen für Frenk und Tony Torque. Zumindest Frenk wusste das auszunutzen und fuhr innerhalb der ersten 10 Runden bis auf Platz 3 nach vorne. Rundenlange Kämpfe mit beiden Lamborghini von Team Blackwing zeigten, wozu Frenk in der Lage ist. Entnervt bog Max Wandel in die Box ein, um den Zweikampf aus dem Weg zu gehen. Nach seinem eigenen Boxenstopp fand sich Frenk weiterhin auf Position 3 wider und konnte diesen ungefährdet ins Ziel fahren. Tony Torque hingegen konnte die Ausgangslage nicht ausnutzen und musste sich am Ende mit Platz 16 zufrieden geben.

 

-Scuderia Vittoria-

Unterschiedlicher hätte die Ausgangslage nicht sein können, aleex ganz vorne, tabis ganz hinten. So lässt sich das Rennen auch relativ schnell zusammenfassen, aleex marschiert vorne weg, baut den Vorsprung Runde für Runde aus, während sich hinter ihm alles in Zweikämpfe verstrickt. Folgerichtig der Sieg im Rennen, wäre da nicht die Rennkommission, die ihm im Nachhinein für einen verpatzten Boxenstopp eine 10 Sekunden Strafe reindrückt. So springt im Endeffekt nur Platz 2 heraus.

Währenddessen wühlt sich tabis durchs Feld und kommt am Ende auf Platz 7 an, ein gutes Team-Ergebnis für Scuderia Vittoria.

-acSociate Racing Team-

Kurz und knapp, ein Rennen zum Vergessen für beide Fahrer. Rayleigh konnte zu Beginn Matthias Rudolph als Zugmaschine nutzen und machte in seinem Windschatten Platz um Platz gut, ehe er unverschuldet zum Spielball eines Nissan und Ferrari wurde. Im Kies steckend musste er mit zusehen, wie das komplette Feld an ihm vorbeifuhr und die Chance auf eine gute Platzierung war dahin. Jaye erging es nicht anders. Ebenfalls unverschuldet drehte er sich in den Top5 liegend im letzten Drittel des Rennens nach einem Kontakt mit Dirk Dietrich. Fahrzeug um Fahrzeug flog an ihm vorbei, ehe er sich direkt vor seinem Teamkollegen wieder einordnete. Enttäuschende Plätze 14 und 15 am Ende.

-Team Blackwing-

In den Kurven an den Konkurrenten heranrollen und die überlegene Top-Speed auf den langen Geraden nutzen, um den Überholvorgang sauber abzuschließen, so die Divise von Matthias Rudolph und Max Wandel. Bis auf ein paar kleinere Ausnahmen, die jedoch ohne Folgen blieben, ging das Konzept für beide Fahrer auf. Schnell war Rudolph aufgrund der guten Ausgangslage auf Platz 2 vorgefahren, sein Teamkollege Max Wandel mit kleinem Abstand schon in den Top 5, ehe die Boxenstopps beiden einen Strich durch die Rechnung machten. In beiden Fällen schien der Boxenfunk ausgefallen zu sein, anders war die Arbeit der Crew nicht zu erklären. Mit 10 Sekunden Verspätung begannen die Pit-Leute mit dem Wechsel der Reifen und dem Tanken an, respektive Zeit- und Positionsverlust. Nichts desto trotz endete das Rennen auf einen zufriedenstellenden Platz 2 und 5. Durch die Bestrafung von aleex gelang sogar der Sieg für Rudolph am grünen Tisch.

-Rost Racing-

In Barcelona musste Ronny Dee den Alleinunterhalter spielen, da sein Team-Kollege verhindert war. Aufgrund des Sieges im Sprintrennen ging er von ganz hinten auf die Jagd nach dem Podium. Die erneut schnellste Rennrunde unterstrich einmal mehr, dass er am Renntag das Maß aller Dinge war. Zwischenzeitlich lag er auch schon aussichtsreich auf Platz 2, aber seine Durchfahrtsstrafe, aufgrund eines Vergehens in Monza, hatte er auch noch zu absolvieren. So blieb am Ende nur ein 18. Platz.

-Daniel Wolf / Max Gripp-

Die beiden McLaren-Fahrer lieferten sich im Sprintrennen schon ein schönes Duell und überquerten gemeinsam die Ziellinie, sodass es auch im Hauptrennen zusammen auf die Strecke ging. Doch bereits in der ersten Kurve trennte der Massencrash die Beiden. Max Gripp kam ohne größeren Schaden davon zu tragen durch den Blechhaufen, während Daniel Wolf einen großen Umweg durchs Kies nehmen musste. Nach seinem Boxenstopp fand sich Wolf dann direkt vor tabis und Tobias K. wieder und es artete in einem Dreikampf aus, der durch einen Dreher von Tobias K. entschieden wurde. Die identische Pace ließ es dann allerdings nicht zu, dass Daniel Wolf noch einmal einen Überholversuch auf tabis starten konnte, Platz 8.

Währenddessen kämpfte sich Max Gripp mit leicht ramponierten Front- und Heckflügel weiter durchs Feld. Nach engen Duellen mit Jonas und tabis entschied er sich für einen frühen Boxenstopp, um dem Gedrängel auf der Strecke aus dem Weg zu gehen. Das sollte sich am Ende des Rennens auszahlen, die freie Fahrt konnte er in gute Rundenzeiten ummünzen und lag so am Ende auf Platz 4.

-Nilo-

Nilos Rennen entschied sich leider schon vor dem Rennstart. Während die Mechaniker der anderen Teams wie wild in der Vorbereitungszeit an den Autos schraubten, schien seine Crew ein Nickerchen zu machen. Ohne Setup ging es folglich für ihn ins Rennen, in dem er keine Chance hatte die Leute hinter sich zu halten, Platz 22. Im Interview danach gab er geknickt zu verstehen, dass sich sein Bolide eher „wie ein Kutsche fahren ließ, ein sinkendes Schiff, was zu allen Seiten wippte, grob gesagt, einfach ein Haufen Elend“.

-Patrik Sander / Patrick Hoff-

Auch Patrik Sander fand sich am Ende des Rennens im hinteren Feld wieder. Mit einem guten Ergebnis aus dem Sprintrennen war bereits im erwähnten Massencrash in T1 Schluss mit allen guten Vorsätzen. Nach dem Dreher vor ihm konnte er nicht mehr rechtzeitig reagieren und fand seine Stoßstange im Heck eines Ferraris wider. Nachdem das Feld vorbei war, ging es darum wieder Anschluss zu finden. Gegen Ende des Rennens konnte er dann noch einen rundenlangen Zweikampf gegen Fabian Graener für sich entscheiden. Den gewonnenen Platz nahm ihm allerdings Patrick Hoff im Audi noch wieder ab, Platz 20.

Eben dieser hatte zu diesem Zeitpunkt sein Rennen schon für abgehakt erklärt. Der Massencrash in T1 hatte auch ihn erwischt. Ein weiteres hartes Duell mit Jonas endete erneut in einem Dreher, der ihn in der letzten Kurve mitten auf der Strecke zum Stehen bleiben zwing. Was passieren musste, passierte auch, ein anrauschender Ferrari konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und versetzte dem Audi von Patrick Hoff den Gnadenstoß. Am Ende ein enttäuschender Platz 19.

-Clemens Fida-

Zum Einstand in die ACR GT3 Masters ein sehr gelungenes Debüt. Per Vollgas schaffte er es in der hektischen Anfangsphase seinen Nissan nach einem Rempler am Heck zu stabilisieren und einem Dreher zu entgehen. Von dort an hieß es mit aller Macht nach vorne. Vor seinem Stopp zeigte seinen Boxentafel schon P3 an, eher er sich zum Reifenwechsel entschied. Bis sieben Runden vor Schluss hieß es dann Platz 7, ehe er seinen Nissan an der Hinterachse verlor und drei Fahrer ziehen lassen musste. Am Ende Platz 10 und ein guter Einstand in die Meisterschaft.

-Hamdi El-Ouni-

Nicht zu vergessen unser Scheich aus den Arabischen Emiraten. Mit seinem privat finanzierten BMW Z4 GT3 ist er auf jeden Fall gut aufgestellt in der Meisterschaft. Schon in der ersten Runde musste er sich gegen den auflaufenden Jonas und Max Wandel zur Wehr setzen, die sich schlussendlich nicht wirklich fair an ihm vorbei schoben. Kann man nur von Glück reden für die Beiden, dass der besonnene Scheich sich lieber auf sich selber konzentriert und die Rennkommission nicht mit noch mehr Arbeit eindeckt. In der Folge war El-Ouni dann immer wieder in kleinere Kämpfe verwickelt, die mal in Positionsgewinne, mal in Positionsverluste endete. Im Endeffekt ein guter Platz 11, der ihn in der Gesamtwertung ordentlich nach vorn spülte.

Die beiden Rennen in Europa beendet, die Hitzeschlachten in Italien und Spanien überstanden. Gerade als sich die Fahrer an das harte Gummigemisch gewöhnt hatten, geht es auf die andere Seite der Erdkugel. Schon am Sonntag empfängt das kalte Australien mit seiner legendären Bergstrecke Bathurst die ACR GT3 Master. Schaltet wieder ein, wenn am Sonntag um 20 Uhr die entscheidenden Runden im Qualifying gefahren werden. 

 

Dienstag, 07 Februar 2017 19:27

GT3 Masters - Saisonbeginn in Monza

Früher Montagmorgen, der Dunst in Mailand liegt noch über der Stadt, die Straßen sind berufsbedingt verstopft. Die Stadt schläft selten, doch heute ist alles nochmal ganz anders. Enthusiasten des Motorsports säumen zahlreich die Bürgersteige. Normalerweise ist das ein Zeichen dafür, dass die MotoGP rund um Superstar Valentino Rossi Halt in Italien macht. Das weltweit ansteigende Interesse für die GT3-Masters scheint aber auch die Tifosi ergriffen zu haben. Den vorbeifahrenden Team-Trucks wird applaudiert und die Kinder hoffen auf dem Weg zur Schule das ein oder andere Poster für das heimische Zimmer abzugreifen. So bewegt sich der Tross Meter um Meter Richtung Monza zum Start der diesjährigen Saison.

Angekommen an der Strecke werden Technik und Boliden in den Boxen verstaut und sich ein Überblick über die neuen Konkurrenten verschafft. ROST-Racing, Scuderia Vittoria und zahlreiche Privatfahrer haben viel Geld für neue Technik in die Hand genommen und sich einen der brandneuen Porsche 911 GT3R gesichert. Dazu gesellen sich Teams wie KoHo Racing und das Mahle Racing Team, die mit Vorjahreswagen in Form des Audi R8 LMS Ultra bzw. dem BMW Z4 GT3 antreten und im Laufe der Saison mit neuen Boliden rechnen. acSociate Racing und Alpha Racing setzen auf den mit neuen Teilen aus Maranello bestückten Ferrari 488 GT3. Forza Engineering, entgegen dem italienisch angehauchten Namen, dreht seine Runden im neuen Mercedes Benz AMG GT3. Natürlich ist auch das dominierende Fahrzeug zahlreicher Langstrecken-Events vertreten. Viele Privatfahrer und Team Batwing  entschieden sich für den McLaren 650S GT3. Gerade als der Großteil die Besichtigung der Konkurrenz für beendet erklären wollte, rollten in den letzten drei Boxen zwei Exoten aus den Trucks. Der Privatfahrer Dirk Dietrich entschied sich als Einziger im Feld für den Nissan GTR GT3, ebenso wie Team Blackwing die einzigen Lamborghini Huracan GT3 stellt. Mit einem müden Lächeln wurde die Fahrzeugwahl mit ihrer alten Technik zur Kenntnis genommen und sich wieder seinen eigenen Boliden gewidmet.

Qualifying:

Das müde Lächeln über veraltete Technik verschwand relativ schnell, als die beiden mit dem Bullen im Emblem gekennzeichneten Rennwagen im Gleichschritt die Start-Ziel-Gerade entlangflogen. Sagenhafte 290km/h am Anbremspunkt zur ersten Schikane blinkten auf den Bildschirmen der Teamchefs auf. Kaum verwunderlich, dass es am Ende des Qualifying Startplatz 2 und 3 auf der Highspeed-Strecke für die Fahrer von Team Blackwing heraus sprang. Die Pole Position für das Sprintrennen sicherte sich der Privatfahrer Max Gripp im McLaren. Trotz niedrigerer Endgeschwindigkeit im 650S GT3 wusste er die Kurven geschickt zu nutzen, um die entscheidenden Zehntel zu finden. Der erste Porsche im Feld, gefahren von Sven Walther, komplettierte die zweite Startreihe.

Sprintrennen:

Das anschließende Sprintrennen sollte schon am Start entschieden werden. Nach einer guten Qualifikationsrunde von Platz 7 startend, rauschte Oberst Heftig nach einer Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen fast ungebremst in die beiden Lamborghinis von Team Blackwing. Zahlreiche Folgeunfälle machten den Weg frei für Max Gripp. Kampflos drehte er konstant seine Runden und fuhr zum ersten Sieg der Saison.

Weiter hinten begann für Max Wandel und Matthias Rudolph mit ihren ramponierten Boliden die Aufholjagd. Den langen Geraden in Monza und den ein oder anderen Fehlern der Konkurrenz geschuldet, verlief diese zu einem zufriedenstellenden Ergebnis, Platz 3 und 4.

Im vorderen Mittelfeld lieferte sich Patrick Hoff im Audi einen Kampf mit Dennis Schmitz im BMW. Auf den Geraden war mit dem Audi nicht ans Überholen zu denken und in den Kurven verteidigte Schmitz seine Position, so Hoff nach dem Rennen. Im Endeffekt Platz 6 und 7.

Team Rost erlebte währenddessen ein Rennen aus völlig verschiedenen Perspektiven. Verwickelt im Start-Crashlief es für Ronny Dee nicht wirklich gut. Platz 16 im Sprintrennen bedeutete wenigstens  eine gute Ausgangslage fürs Hauptrennen. Sven Walther hingegen fuhr in der Spitzengruppe mit. Auch der Rempler am Heck von dem sich wild drehenden Matthias Rudolph hielt ihn nicht davon ab um Platz 3 zu kämpfen. In Runde 7 verlor er allerdings durch den direkten Windschatten und der daraus resultierenden Dirty Air sein Heck in der Parabolica und musste mit ansehen, wie die beiden Lambos von dannen zogen, Platz 5.

Unglücklich verlief das Rennen für Rayleigh. Nach einem super Start und drei gewonnen Plätzen musste er aufgrund einer Karambolage in den Lesmo-Kurven ins Kiesbett ausweichen. Bei der Rückkehr auf die Strecke war entsprechend wenig Platz und es ging für eine weitere Ausfahrt ins Grüne. Verärgert stand am Ende nur Platz 19 auf dem Tableau.

Hauptrennen:

Wer kennt es nicht, das erste Mal, aufgeregt bis zum geht nicht mehr und mit den Gedanken ganz woanders. So ähnlich verlief der Start im reversed Grid zum Hauptrennen ab. Das erste Mal ein fliegender Start, das hatten einige wohl 30 Sekunden nach Ankündigung durch den Rennleiter schon wieder vergessen und freuten sich über einen Bombenstart beim Schalten der Ampel von Rot auf Grün. Dem Reglement entsprechend, wurde dieses Verhalten im Nachhinein mit einer Drive-Through Strafe für das nächste Hauptrennen geahndet.

Ansonsten verlief der Start besser als im ersten Rennen und der Großteil überstand die ersten Kurven ohne nennenswerte Kratzer. Ausgenommen davon Stefan aus dem BMW Werksteam Mahle Racing. Gedreht im zweiten Teil der Schikane stand er falsch herum auf der Strecke und konnte nur beten, dass jeder rechtzeitig ausweichen würde. Dem war leider nicht so. Im Interview nach dem Rennen schilderte Max Wandel den Vorfall aus seiner Sicht: „Ans Überholen war in den ersten Kurven überhaupt nicht zu denken. Die Strecke erschien mir aus dem Cockpit wie ein riesiger Parkplatz, überall Autos die sich in Schrittgeschwindigkeit vorwärts bewegten. Als ich aus der zweiten Kurve dann herausbeschleunigen wollte, machte mein Vordermann auf einmal einen Schlenker. Für mich war es da schon zu spät, keine Chance zu reagieren, mir tut es natürlich Leid für Stefan, der seine gute Ausgangsposition fürs Rennen schon in Kurve 2 verloren hat“. Platz 23 im Hauptrennen hieß es im Endeffekt für Stefan.

Ansonsten war das Rennen vor allem aus der Sicht der Gewinner des Sprintrennens taktisch geprägt. Frühe Boxenstopps resultierten in freie Fahrt, die von allen genutzt wurde, um schnelle Rundenzeiten hinzulegen. So kam es für die Spitzengruppe erst spät zu Duellen auf der Strecke, da die meisten Konkurrenten während ihres eigenen Boxenstopps überholt wurden. So landeten Max Gripp und die beiden Lambo-Fahrer auch im Hauptrennen in den Top 5.

Wie schon im Sprintrennen konnte Sven Walther auch im Hauptrennen nicht das ganze Potential aus seinem Wagen herausholen. War es im ersten Rennen noch ein selbstverschuldeter Einschlag in der Wand, wurde er im zweiten Rennen unglücklicherweise in der Zufahrt zur ersten Schikane abgeräumt. Dem frühen Boxenstopp geschuldet, mussten auf dem Porsche die Mediums aufgezogen werden mit denen er der Spitzengruppe nicht mehr gefährlich werden konnte. Nichts desto trotz ein guter 9. Platz.

Ein Rennen zum Vergessen erlebte das Forza Engineering Team. Noch sichtlich aufgebracht, berichtete Tony Torque im Nachhinein: „Es lief eigentlich alles nach Plan, die schnellen Leute von hinten drückten und nach vorne ging nicht viel, aber alles im Rahmen. Bei der Rennhälfte kam es dann zu einem vermeidbaren Zusammenstoß infolgedessen irgendeiner mit Seh-, Einschätzungs- und Denkschwäche eine Lücke gesehen hat, wo keine war.“ Folgedreher und ein zerstörter Mercedes waren das Ergebnis, Platz 18. Auch Frenk erfuhr am eigenen Leib, was ein Rennunfall für Folgen haben kann. Dreher vor ihm, nachfolgender Verkehr ohne Fokus und aus dem Nichts ist man der Spielball aller anderen. Ein sonst ordentliches Rennen endete so auf dem enttäuschenden 15. Platz

Nach einem erlebnisreichen Saisonstart gilt es jetzt für alle die Augen nach vorne zu richten. Das Rennen in Barcelona steht auf dem Programm und die Wetterberichte lassen eine enorme Hitze zu erwarten. Dieses Mal scheint auch der Übertragungswagen von Flightmaximus den Weg gefunden zu haben und alle Zuschauer dürfen gespannt sein auf die Live-Übertragung. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Starterfeld genauso gefüllt wie zum Saisonstart ist.

 

Community-Rennen, Marken-Cups oder Endurance Team-Events, die Auswahl und Vielfalt an Rennen in unserer Community ist enorm. Der Siegesgedanke fährt in jedem von uns mit, der Zeitenvergleich im Tracker ist mittlerweile ein tägliches Ritual und die Jagd nach dem Einhorn hört erst mit dem Überqueren der Ziellinie auf. Doch was ist diese Jagd überhaupt wert, wenn der doch so offizielle Titel am Ende fehlt. Damit ist jetzt Schluss, aus Spaß wird Ernst. Nach einer überaus spannenden GT2-Liga wird offiziell der nächste Titel vergeben. Willkommen bei den ACR GT3 Masters!

 

Voraussetzungen zur Teilnahme

Um an der Meisterschaft teilnehmen zu können, ist eine legale und aktuelle Version von Assetto Corsa inklusive Dream Pack 1, 2, 3, das Red Pack und das Porsche Pack 3 erforderlich. Des Weiteren werden für die Rennen bestimmte Modifikationen in Form von Strecken und Apps von Nöten sein, die in dem offiziellen Forums-Thread verlinkt sein werden oder direkt auf unserer Homepage heruntergeladen werden können. Dazu ist es notwendig auf unserer Homepage registriert zu sein.

Um einen reibungslosen und fairen Ablauf der Meisterschaftsrennen zu garantieren, wird es für alle Community-Neuanmeldungen Testrennen geben, bei denen auf das allgemeine Verhalten auf der Strecke geachtet wird. Es geht dabei ausdrücklich nicht um die Schnelligkeit, sondern viel mehr um das faire und sichere Verhalten auf der Strecke und in Zweikämpfen. Diese Testrennen finden im am 15.01.2017 und 22.01.2017 statt.

Um sich endgültig an der Meisterschaft anzumelden, ist das Ausfüllen des Nennung-Formulars von Nöten. Damit stimmt ihr gleichzeitig zu das Reglement in seiner kompletten Fassung gelesen und verstanden zu haben. 

 

Ablauf eines Rennwochenendes

Der Trainingsserver für das kommende Rennen wird eine Woche im Voraus eröffnet. Bis zum Start der Qualifikation am Renntag ist dieser aktiv. Um 20 Uhr beginnt das 15-minütige Qualifying zum Sprintrennen, das um ca. 20:20 Uhr startet. Das Sprintrennen beginnt mit einem stehenden Start und sieht keinen Pflichtboxenstopp vor.

Das anschließende Ausdauerrennen über 45 Minuten beginnt um ca. 21:00 Uhr. Gestartet wird in umgekehrter Startreihenfolge nach der Platzierung aus dem Sprintrennen. Im Gegensatz zum Sprintrennen wird das Ausdauerrennen mit einem fliegenden Start gestartet. Dieser findet in Zweierreihen statt. Das anführende Fahrzeug achtet darauf in der Einführungsrunde die 100km/h nicht zu überschreiten und eröffnet das Rennen eigenmächtig frühestens ca. 100m vor der Start-Ziel Linie. Zudem ist ein Pflichtboxenstopp mit Reifenwechsel vorgesehen, der frühestens nach der Fünften Runden und spätestens in der fünften letzten Runde absolviert werden muss.

Die genaue Renndistanz wird nach den Trainingsergebnissen ermittelt und am Freitag vor dem Rennen bekannt gegeben.

Detaillierte Informationen sind ebenfalls dem Reglement zu entnehmen.

 

Termine und Strecken 

29.01.2017 - Autodromo Nazionale di Monza

Mit ca. 70% Vollgasanteil aufgrund der vielen Geraden wird Monza auch als letzte Hochgeschwindigkeitsstrecke der Moderne bezeichnet. Seit der Eröffnung 1922 wurde die Strecke nordöstlich von Mailand unzählige Male umgebaut. So ist die legendäre Steilkurve beispielsweise schon länger kein Teil mehr der Strecke. Auf die langen Geraden, bei denen in der Formel 1 bis zu 370km/h erreicht wurden, folgen enge Kurven, meistens Schikanen, die extrem langsame Kurvengeschwindigkeiten erfordern. Das Hauptaugenmerk sollte also auf ein „Low-Downforce-Setup“ (flache Flügel) mit einer guten Bremsbalance liegen. 

 

 

12.02.2017 - Circuit de Barcelona-Catalunya

Formel 1 Enthusiasten werden wahrscheinlich nicht vergessen haben, wie Michael Schumacher 1996 im strömenden Regen sein ersten Rennen für Ferrari in Barcelona gewann und eine Ära einläutete. Typisch für den Rundkurs sind seine langgezogenen Kurven, die die Reifen stark beanspruchen und Boliden mit einer guten Aerodynamik bevorteilen. Aufgrund der langen Boxengasse von 340m sollte der Boxenstopp gut getimed sein, um nicht überraschend im Verkehr zu stecken.

 

 

Dienstag, 15 November 2016 19:28

12h SBB Event - Es ist vollbracht!

Wie sollten die News anders anfangen als stolz wie Bolle sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Der Banner, der seit Neuestem unsere Homepage ziert, sagt alles, was zu sagen ist. Nach drei Anläufen hat es endlich geklappt. Team 1, besetzt mit M. Rudolph – Quechua – Jaye, wurde von technischen Schwierigkeiten verschont und konnte aufgrund überlegender Pace den Start-Ziel-Sieg klar machen. Auch die drei Dreher für die Galerie konnte die Konkurrenz nicht ausnutzen, auch wenn das Team 1 der Abgefahren-Community ein gutes Tempo an den Tag legte.

Aber auch die anderen Teams der ACR-Community wussten zu überzeugen. Allen voran Team 6, die vorher wohl so niemand auf dem Schirm hatte. Gefahren wurde der McLaren mit legendärem Spa Livery von Roman H. und unseren zwei Newcommern Jonas Hillert und Max Gripp. Mit konstant schnellen Rundenzeiten stand am Ende ein überragender dritter Platz zu Buche und die Gewissheit zwei absolut zuverlässige und schnelle Fahrer in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.

Auch das Team um Tony, Frenk und Rayleigh, die im unterlegenen Nissan GT3 an den Start gingen, erzielten ein sehr gutes Ergebnis mit dem sie am Ende zufrieden waren. Die zahlreichen Trainingsrunden zahlten sich aus. Ohne einen einzigen Fehler fuhren sie robotermäßig das 12h Event nach Hause und verdienten sich damit den sechsten Platz vor zahlreichen McLaren und BMWs. Bester Nissan im Feld, Hut ab!

Der außergewöhnlichste McLaren im Feld darf natürlich auch nicht fehlen in der Berichterstattung. Das Thema „Lost in Space“ von Daniel perfekt im Design eingefangen, ging das Rennen in der frühen Phase mächtig in die Hose. Der aus dem letzten Event bekannte „Tank-Bug“ warf das Team rund um Daniel, Ronny und aleex weit zurück. Allerdings hatten alle Fahrer die nötige Pace und vor allem der letzte Stint von aleex reichte aus, um das Feld von hinten umzupflügen. Am Ende landete man noch auf einem tollen vierten Platz.

Natürlich läuft so ein Event nie ohne Rückschläge ab. Dieses Mal traf es unser Team 3 rund um Sven, Easy und Hoffi, die aufgrund technischer Probleme weit zurück fielen. Platz 3 war schon in Sichtweite, als kurz vor dem letzten Stint der PC nicht mehr mit machte, schade. Problematisch lief es auch für unser stark besetztes Team 5 im McLaren mit tabis, Roadster und Milos. Disconnects sorgten früh für einen riesen Abstand nach ganz nach vorne. Schlussendlich konnten tabis und Roadster die Top10 aber doch noch nach Hause fahren.

Wie in den News zum Event aber bereits vermittelt, spielen die Ergebnisse nur eine untergeordnete Rolle und dienen der Vervollständigung. Das ganze Event war wieder ein voller Erfolg. Was gibt es schöneres als mit allen Zusammen im Teamspeak den hervorragenden Livestream und das Live-Tracking zu verfolgen und sich gegenseitig anzufeuern. Wer es in den mittlerweile drei Events noch nicht geschafft hat dabei zu sein, sollte sich möglichst frühzeitig zum nächsten Event den Freiraum schaffen, um Teil davon zu sein, wenn mal wieder alle miteinander kämpfen und nicht gegeneinander.

Bis zum nächsten Endurance-Event - #Forza ACR 

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