Mittwoch, 08 November 2017 17:13

One Million Dollar Series – Fahrzeugauswahl und Strecken

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Fahrzeugauswahl

Die neue Serie dreht sich um Fahrzeuge aus der GT4-Klasse. Die Kategorie wurde zum Jahr 2007 eingeführt, nachdem die SRO Motorsports Group zuvor bereits die Klasseneinteilung der FIA-GT-Meisterschaft neu geregelt und die FIA GT3-Europameisterschaft initiiert hatte. Wegen der geringen Modifikationen an den Fahrzeugen sollte die GT4 von den Anschaffungs- und Einsatzkosten, sowie der vergleichsweise geringen Fahrleistungen, die Einstiegsklasse für Amateurfahrer in den GT-Sport bilden. Grundlage müssen Serienfahrzeuge mit einer jährlichen Produktionsmenge von mindestens 300 Einheiten sein, die durch geringe Modifikationen renntauglich gemacht und durch Vergleichstests mit anschließenden Nivellierungsmaßnahmen auf eine annähernd ähnliche Fahrleistung gebracht werden.

Neben der Entfernung der Innenraumverkleidungen und dem Einbau von Sportsitzen, dürfen die Veränderungen lediglich den Einbau neuer Bremsanlagen, Dämpfersysteme und Sicherheitsausstattung wie etwa Überrollkäfige oder Renntanks umfassen. Die Karosserie darf nicht verändert und aerodynamische Vorrichtungen wie Flügel oder Spoiler nur verwendet werden, wenn sie bereits Teil des Serienfahrzeugs sind oder wenn sie durch eine Sonderfreigabe genehmigt werden.

Porsche Cayman GT4 Clubsport

Der heckangetriebene Porsche verfügt über 385PS, 420Nm maximales Drehmoment, einem 6-Gang Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit optimierter Schaltapplikation und einem FT3-Sicherheitstank. Porsche selber beschreibt den Cayman GT4 Clubsport als Inbegriff des Rennsports. Ein Rennwagen für alle, die hart am Asphalt leben. Natürlich entspricht der Porsche auch den höchsten FIA-Sicherheitsanforderungen. Vom fest verschweißten Überrollkäfig über die Vorrüstung für eine Feuerlöschanlage bis hin zu Rennschalensitzen und 6-Punkt-Sicherheitsgurten setzt der Cayman GT4 Clubsport alle zutreffenden FIA-Standards um.

Der Vergleich zu seinen Konkurrenten auf der Strecke ist mühselig. In Sachen Höchstgeschwindigkeit scheint er an erster Stelle zu stehen. Zusätzlich steht ihm im Gegensatz zu den anderen beiden Fahrzeugen das Assistenzsystem ABS zur Verfügung. Allerdings scheint er aerodynamisch schwächer dazustehen. Wie immer wird es strecken- und fahrerabhängig sein. 

 

Maserati GT MC GT4 

2010 veröffentlichte Maserati mit dem Gran Turismo MC ein Rennwagen für die Trofeo World Series. Auf Basis dieses Wagen startete fünf Jahre später die Entwicklung eines Boliden für die internationale Rennszene. Heraus kam ein neues Auto mit der zusätzlichen Bezeichnung GT4. Dabei wurde größtenteils alles vom älteren Bruder übernommen und lediglich Anpassungen für das GT4-Reglement vorgenommen. Selbst das Antriebsaggregat wurde eins zu eins übernommen und per Luftmengenrestriktor angepasst. Übrig blieben 430PS bei einem Gewicht von 1.410KG.

Auf eine Runde gesehen, ist der Maserati mit Sicherheit das schnellste Fahrzeug sofern man mit dem fehlenden ABS zurechtkommt. Aber kann das auch über ein komplettes Rennen abgespult werden? Verbremser verzeiht der Wagen zumindest nicht.

 

Ginetta GT4 Supercup

Mit 1.085KG ist der Ginetta das Leichtgewicht unter den drei Fahrzeugen. Angetrieben von einem Ford 3,7l V6 bringt er satte 355PS auf die Straße, die ihn vor allem zu einem Kurvenmonster machen. Genau wie dem Maserati fehlt auch dem Ginetta das ABS-Assistenzsystem, was über die Distanz eines Rennens zum Problem werden könnte, sollte man sich öfter verbremsen.

Um den Boliden konkurrenzfähig zu machen, wurde das Reifenmodell angepasst und die BoP entsprechend gestaltet. Wer mit der breiten A-Säule zurechtkommt, kann auch mit dem Ginetta am Ende ganz oben stehen.

 

 

Strecken und Termine

19.11.2017 - Red Bull Ring GP

Der Red Bull Ring GP wird im Herzen von ACR immer einen besonderen Platz haben. Stellvertretend für viele Versuche steht der Red Bull Ring für den Anfang einer dominanten Ära von ACR bei Endurance-Events. Der erste Sieg bei einem Langstrecken-Event wurde in der Stadtgemeinde Spielberg in der Steiermarkt im schönen Österreich eingefahren. Der Red Bull Ring wurde 2010 nach diversen Umbaumaßnahmen wieder eröffnet und entspricht seitdem den höchsten Sicherheitsstandards. Einer der Gründe warum die größten Rennserien regelmäßig zu Gast sind. Formel 1, DTM, ADAC GT Masters und die Motorrad-WM tragen jährlich ihre Rennen auf der 4,3km langen Strecke aus. Die Schlüsselstellen finden sich direkt zu Anfang wieder. Die Runde beginnt mit einem bergauf führenden, scharfen Rechtsknick nach dem Start, bei dem die komplette Streckenbreite ausgenutzt werden muss, um möglichst viel Schwung mit auf die folgende Gerade zu nehmen. Turn 2 markiert die beste Überholmöglichkeit, nachdem von Höchstgeschwindigkeit bis in den zweiten Gang verzögert werden muss.

Die Strecke liegt im obersteiirischen Aichfeld und ist auf drei Seiten von Hängen umgeben, die teilweise als Naturtribünen genutzt werden. Durch diese Arena-Charakteristik ergibt sich eine gute Übersicht über die gesamte Strecke. 

 

03.12.2017 - Okayama GP

Der Okoyama International Circuit ist eine private Rennstrecke in Mimaska im Süden von Japan. Die 12 bis 15 Meter breite Strecke war 1994 und 1995 Austragungsort des Pazifik-Grand-Prix der Formel 1. Beide Rennen gewann Michael Schuhmacher, damals noch im Beneton.

Die 1992 als Tamaka International Circuit Aida gebaute Strecke wurde im März 2003 verkauft und am 1.Mai 2004 in den uns heute bekannten Namen unbenannt. Seit 2008 ist mit der Tourenwagen-Weltmeisterschaft erstmals seit 1995 auch wieder ein FIA-Rennen auf der Strecke zu Gast.

Der 3,7km lange Track mit seinen 11 Kurven darf getrost als klassische Rennstrecke eingestuft werden. Allerdings sollte man sich bei Überholmanövern auf der Gegengerade seiner Geschwindigkeit bewusst sein. Höchstgeschwindigkeit wird hier erreicht, woraufhin die langsamste Stelle des Circuit folgt. Der Clou – die Kurve wird bergab angebremst. Eine Materialschlacht für Bremse und Reifen, vor allem für die Boliden ohne ABS. Nicht selten sieht man Autos geradeaus schießen, weil die erhöhte Geschwindigkeit durch die Windschattenduelle nicht bedacht wurde.

Obacht, es könnte teuer werden.

17.12.2017 - Zandvoort

Der Circuit Park Zandvoort ist eine Motorsport-Rennstrecke mit einer ganz eigenen Charakteristik. Direkt an der Nordseeküste liegend im niederländischen Zandvoort schlängelt sich die Strecke durch die Dünen. Der vorhandene Dünensand wird vom Küstenwind auf und neben die Fahrbahn geweht und sorgt so für ständig wechselnde Gripniveaus.

Der 4,3km lange Kurs mit seinen 13 Kurven beherbergt regelmäßig wichtige Tourenwagenmeisterschaften wie die DTM und WTCC, aber auch Open-Wheeler Meisterschaften wie die A1-GP-Serie.

Seit einigen Jahren beschweren sich immer mehr Anwohner über den Lärm, der durch die verschiedenen Rennen erzeugt wird. Deshalb dürfen nur an einer limitierten Anzahl von Wochenenden Rennen ausgetragen werden. Unter anderem ein Grund dafür, warum das traditionelle Formel 3-Masters nach Zolder verlegt wurde.

Des Weiteren steht deshalb seit geraumer Zeit ein Neubau der Strecke an anderer Stelle im Raum. Fans und Verantwortliche befürchten jedoch den Verlust der einzigartigen Charakteristik und eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt.

07.01.2018 - Virginia International Raceway - Full Course

Einigen sollte der Rundkurs noch aus dem Porsche-Cup bekannt sein. Damals wie heute wird die komplette Strecke gefahren und nicht eine der drei Kurzvarianten, die seit der Eröffnung 1957 ebenfalls zur Auswahl stehen.Der zirka 5,3km lange Track steht vornehmlich für Amateur-Veranstaltungen, sowie für Rennschulungen, Clubtage und privaten Tests zur Verfügung.

Die Streckencharakteristik ist schwierig zu beschreiben. Der erste Sektor benötigt absolute Präzision. Das Zusammenspiel zwischen Linienwahl, Lenkimpuls und die Arbeit an den Pedalen machen den Unterschied aus. Wer einmal den Flow und Schwung verliert, lässt im ersten Abschnitt viele Zehntel-Sekunden liegen.Der zweite und dritte Abschnitt hingegen ist vergleichbar mit einem Ritt auf der Nordschleife. Höhenunterschiede, blinde Anbremspunkte und Kurven sowie Traversen zwingen den Fahrer zu einer Entscheidung. Risikofreudig oder konservativ. Auslaufzonen sind vorhanden, führen aber in den meisten Fällen zum Dreher. Die völlig gegensätzlichen Abschnitte machen auch die Setupfindung zu einem Kompromiss. Hart und präzise für den ersten Sektor oder weich für die diversen Bodenwellen und Traversen im weiteren Verlauf der Strecke. Trainingsintensive Wochen stehen bevor. 

21.01.2018 - Vallelunga

Das Autodromo Vallelunga Pierro Taruffi, benannt nach dem früheren Formel 1-Piloten Piero Taruffi, liegt zirka 30km nördlich der italienischen Hauptstadt Rom. Die Bauarbeiten begannen in den frühen 50iger Jahren und die Strecke wurde seitdem stetig erweitert. Der letzte Ausbau und die Verlängerung der Strecke um 1km im Jahr 2004 resultierten in die Homologation durch die FIA. Seitdem wird die Strecke von vielen F1-Teams als Teststrecke genutzt.

Die Strecke besteht aus vielen Geraden und schnellen Kurven. Lediglich das Infield im letzten Sektor zwingt den Fahrer zu starken Bremsmanövern.

 

04.02.1018 - Sebring

Zum Ende der Saison verschlägt es uns abermals nach Übersee, genauer gesagt in den US-Bundestaat Florida. Wir befinden uns auf einem ehemaligen Flughafengelände, dem Hendricks Army Airfield. Nach dem Vorbild europäischer Motorradrennkurse wurde hier in den 40iger-Jahren der Grundstein für den Sebring International Raceway gelegt.

Diverse Umbauten später und Erneuerungen der Trasse ist der Kurs seit 2001 so, wie wir ihn heute von diversen 12h-Rennen kennen. Die 6km lange Strecke mit 17 Kurven besteht weiterhin auf einer Länge von 1,9km aus Beton. Eine Mischung die dafür sorgt, dass viele Rennfahrer Sebring als eine der schwierigsten Strecke der Welt bezeichnen. Der Unterschied im Gripniveau zwischen den Belegen ist deutlich spürbar und die letzte Kurve wird in den meisten Klassen mit Vollgas gefahren.

Ein Risiko, das die Fahrer trotz mehrerer Bodenwellen und Gripverlust eingehen. Nicht selten versetzt es den Wagen hier um einige Meter, wenn alle vier Reifen die Bodenhaftung verlieren.

Spannend zu beobachten wird hier das Verhalten zwischen den Fahrzeugen mit und ohne ABS-Assistenzsystem beim Anbremsen auf dem Beton. 

18.02.2018 - ???

 

Die letzte Strecke wird nach dem Rennen in Sebring bekannt gegeben. Wenn alles seinen geplanten Weg geht, sollte Mitte Februar der Meister der One Million Dollar Series den Korken in eben dieser Kurve knallen lassen dürfen.

 

 

 

Alle Informationen über die teilnehmenden Teams und eine Prognose für den Saisonverlauf könnt ihr nächste Woche lesen, wenn das Testrennen in Blackwood erste Erkenntnisse bereit gestellt hat. Bis dahin lasst euch inspirieren und hypen vom Trailer zur neuen Saison (Danke an Patrick).

 

 

 

 

 

Samstag, 28 Oktober 2017 15:09

One Million Dollar Series 2017/18

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One Million Dollar Series 2017/18

Eine Million Dollar – für manche bleibt das ein unerreichbarer Meilenstein in ihrem Leben, andere nutzen einen kleinen Kredit von einer Million Dollar, um sich ein Imperium aufzubauen und schlussendlich der einflussreichste Mensch der Welt zu werden – Bewertung außen vor.

Mit der Einführung der One Million Dollar Series wagt sich ACR in neue Gefilde vor, was die Komplexität der Darstellung des virtuellen Motorsports angeht. Ein Budgetsystem, das für den Anfang testweise einfach gehalten ist, in naher Zukunft aber keine Grenzen kennt und beliebig ausgebaut werden kann.

Ein logischer Vorstoß, wenn man den Ansatz, den ACR seit seiner Gründung rigoros verfolgt, offen darlegt. Unsere Rennen spiegeln den realen Motorsport in jedem Aspekt wieder. Dazu gehört aber nicht nur das Geschehen auf der Strecke, sondern auch das Management des Rennstalls abseits der Action. Genau in diese Kerbe schlägt die neue Serie. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich weiterhin auf dem fahrerischen Können, aber es können sich signifikante Vorteile durch das Managen des vorhandenen Budgets erarbeitet werden.

 

Budgetsystem:

Jeder Teilnehmer bekommt zum Start der Serie fiktiv die Summe von einer Million Dollar auf sein Konto überschrieben. Davon muss eines der zur Auswahl stehenden Wagen gekauft werden, die Fixkosten zu jedem Start am Rennsonntag und mögliche entstandene Schäden bezahlt werden sowie eventuelle Strafgelder aus Protesten.

Der Clou an der Geschichte? Die Rennleitung hat zu jeder Zeit die laufenden Kosten und das Restbudget der Teilnehmer im Überblick. Hochrechnungen können schnell dazu führen, dass das Budget ausgereizt ist und der Teilnehmer aufgrund mangelnden Budgets mit einem größeren Restrictor (Senkung der Motorleistung) bestraft wird oder in schweren Budgetüberschreitungen nicht an zukünftigen Läufen teilnehmen kann. Im Umkehrschluss werden faire Fahrer belohnt. Ihnen ist es möglich den Restrictor in ihrem Auto auszubauen und so über Mehrleistung zu verfügen.   

Nix kapiert? - Eine Detailaufschlüssung des Budgetsystems findet ihr im Reglement zur Serie.

 

Zur Auswahl stehende Fahrzeuge:

Die neue Serie wird mit Fahrzeugen der Klasse GT4 gefahren. Zur Auswahl stehen drei Boliden, die mittels einer Balance of Performance auf ein sehr ähnliches Niveau gebracht wurden. 

Jedes der Fahrzeuge besitzt Stärken und Schwächen, je nach Vorliebe und Budgetmanagement entscheidet sich also der Teilnehmer für eines der folgenden Fahrzeuge:

Maserati GT MC GT4 (100.000$):                            Restrictor = 15  - Ballast = 0KG

Porsche Cayman GT4 Clubsport (150.000$):           Restrictor = 10  - Ballast = 0KG

Ginetta GT4 Supercup (125.000$):                           Restrictor = 10 – Ballast = 30KG 

 

 

Ablauf eines Rennsonntags:

Training:

Eine Woche vor dem Rennen wird ein Trainingsserver von ACR zur Verfügung gestellt, welcher bis zur Qualifikation rund um die Uhr genutzt werden kann.

Das Training ist freiwillig, jedoch ausdrücklich erwünscht.

Das Wetter auf dem Trainingsserver kann sich vom Wetter am Renntag unterscheiden.

Qualifiying:

Das Qualifying am Rennsonntag beginnt jeweils um 20:30 Uhr und gibt jedem Teilnehmer die Chance innerhalb von 20 Minuten eine entsprechende Zeit zu setzen.

Die Teilnahme am Qualifying ist Pflicht und es muss mindestens eine gezeitete und gültige Runde gefahren werden.

Rennen:

Das Rennen beginnt immer um ca. 20:50 Uhr und hat eine Renndauer zwischen 45 und 60 Minuten, abhängig von der Strecke. Gestartet wird stehend.

Pro Lauf ist ein Pflichtboxenstopp vorgeschrieben, der in einem vorgeschriebenen Boxenfenster zu absolvieren ist. Dabei muss ein Reifenwechsel vollzogen werden, Nachtanken ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben.

Dabei sind alle gängigen Regeln des Motorsports zu beachten, unter anderem die Einfahrt in die Boxengasse mit 80km/h und die Beachtung der weißen Linien, sowohl bei der Ein- als auch der Ausfahrt der Boxengasse. Nichtbeachtung führt zu Strafgeldern seitens der Rennkommission.

 

Voraussetzungen zur Teilnahme:

Entgegen unserer Serien aus der Vergangenheit wird es keine Testrennen mehr geben, die darüber entscheiden, ob ein Fahrer geeignet ist für die Teilnahme. Die Tauglichkeit wird ab sofort über das Minorrating entschieden. Trainings- und Rennserver können nur mit einem Minorrating von A oder B betreten werden. Erfüllt ein Teilnehmer diese Voraussetzung nicht, ist eine Teilnahme am Renngeschehen nicht möglich.

Alles weitere zur Serie findet ihr im Reglement, das im Forum zum Download bereit steht.

Die nächste News nach Endung der Nennphase beschäftigt sich mit der Vorstellung der einzelnen Strecken und teilnehmenden Teams. Dazu zählt natürlich auch die Vorstellung unseres hauseigenen Streamer Flightmaximes.

 

 

LeMans17

SBB und die 24h von Le Mans – Ein Rückblick und Rücktritt


Vor einer Woche kehrten unsere beiden Teams aus Frankreich zurück.
Mit 2 Pokalen – Doppelsieg in der GTE Klasse.
Womit sich abermals bestätigte, was eine Teamleistung und hartes Training bewegen können.  

Anfangs war nicht klar, ob ACR überhaupt ein oder gar mehrere Teams stellen wird, da die Motivation für dieses Event nicht sonderlich groß war.  Dies lag an mehreren Faktoren, welche unter anderem auch das Reglement betrafen und bisherige Erfahrungen aus früheren Starts beim Veranstalter.

Somit verschob sich die Teamfindung immer weiter in Richtung Deadline. Erst 2 Wochen vor Rennstart fanden sich die Teams und absolvierten die ersten, ernsthaften Trainingsrunden. Die Frage nach der Fahrzeugwahl erübrigte sich schnell. Da den Teilnehmern bereits im Vorhinein klar war, in der LMP1 Klasse nicht die nötige Pace gehen zu können, entschloss man sich für die verbliebene Klasse der GTE Fahrzeuge. Auch wenn die Wahl zwischen BMW M3 GT2, Corvette C7.R, Ferrari F458 GT2 und dem Porsche 911 RSR im Raum gestanden hat, so blieb aufgrund eines zu geringen BOP’s (Balance of Performance) des Veranstalters nur der Porsche um konkurrenz- und siegfähig zu sein.

Somit ergaben sich folgende Konstellation der beiden Teams auf Porsche 911 RSR:

ACR Team Le Mans

Assettocorsa-racing.de #1 (AR1)
Matthias Rudolph
Michael Greinig
Milosch Pavlovic

Assettocorsa-racing.de #2 (AR2)
Ronny Bronson    
Frenk ohne Nachnamen
Daniel Wolf

 

 

Das recht volle Fahrerfeld mit 25 genannten Teams (davon 14 Teilnehmer in der GTE) lies auf ein spannendes Rennen hoffen und spornten im Vorfeld umso mehr an, das Setup und somit die Rundenzeiten weiter voran zu treiben.

Samstag, 22.07. begann das Rennwochenende vorerst für Greinig und Ohne Nachnamen, da beide das knapp eine Stunde lange Qualifying bestreiten sollten um eine möglichst gute Startposition für ACR zu erzielen. Mit einer 03:59.687 von Greinig reichte es dennoch nicht für die Pole. Team AGT, pilotierte von Haftmann, setzte mit einer 03:58.596 ein frühes Ausrufezeichen. Team AR2 landete auf Platz 3 mit einer Rundenzeit von 03:59.693

Das Reglement sah vor, dass die Fahrer nach der Qualifikationsrunde im Fahrzeug verbleiben und direkt an die Startampel rollen. Um genau 15:00 Uhr schickten die ausgehenden, roten Lichter  alle Teams auf den 13,6km langen Rundkurs rund um Le Mans. Startprobleme bei den direkt davor startenden LMP1 Fahrzeugen verursachten jedoch frühe Kontakte, bei denen beide ACR Teams involviert waren. Beim ersten Abbiegen auf die Ligne Droite des Hunaudìeres (auch so macht man aus einer Landstraße etwas Besonderes) diagnostizierten die Mechaniker bei beiden Teams einen Aeroschaden, der etwa eine Sekunde pro Runde auf die Pace drückt.
 
LeMansMap

Als sich das anfängliche Chaos sortierte, fanden sich beide Teams auf der Startpositionen 2 und 3 wieder, bis es nach ca. 80 Minuten zum ersten Pitstop und Fahrerwechsel kam. Team AGT, zur dieser Zeit noch in Führung liegen, plagten bereits technische Probleme, sodass sie weit nach hinten durchgereicht wurden und für ACR die Doppelführung frei gaben.

Der erste Stint für Ronny Bronson verlief für ihn unglücklich – ein Missverständnis mit den Mechanikern führte zu großer Unzufriedenheit bei Bronson, der sich über zu viel Abtrieb beschwerte. Ein Fehler der allerdings erst im nächsten Pitstop behoben werden konnte, dennoch reichte es Platz 2 weiterhin zu behaupten.

Bei Team AR1 hingegen lief es hingegen bis in die Nacht hinein ohne jegliche Probleme. Das Fahrzeug lag perfekt und die drei Fahrer lieferten eine saubere Pace ab. Ein kurzer Leistungsverlust in den frühen Morgenstunden machte zwar alle Beteiligten wieder hellwach, doch der 4l 6 Zylinder Boxermotor heilte sich selbst und nahm seine rotierende Arbeit wieder normal auf.

Im zweiten Stint von Bronson für AR2 lief abermals wenig optimal – ein heftiger Kontakt mit einem verunglückten LMP1 beschädigte den Porsche so sehr, der eine Reparatur unausweichlich machte. Ronny entschied sich allerdings im Fahrzeug zu verbleiben und nahm einen weiteren Stint unter die Räder. Somit Verschob sich die Boxenstrategie bei AR2 und es hieß für die drei Fahrer spritsparen, um den unplanmäßigen Stop auszugleichen – es sollte ihnen gelingen.

Routiniert absolvierten die sechs Fahrer in Führung liegend Runde um Runde. AR1 gegen Ende mit ca. 2 Runden Vorsprung auf AR2, die wiederum ca. 5 Runden auf das Folgefeld herausfahren konnte. Ein komfortabler Vorsprung, der das Spritsparen für Team 2 und das Rückholen des Ausrufezeichens aus der Qualifikation für Team 1 zu lies – Milosch Pavlovic in Runde 337 mit schnellster Rennrunde: 03:58.739
 
Mit einer Durchschnittspace der schnellsten 300 Runden inkl. Qualifikation von:

AR1: 4:01:675
AR2: 4:02:629
 

… beendeten beide Teams glücklich das 24 Stunden Rennen von Le Mans auf der Schwarzbierbude und nahmen somit einen würdigen Abschied vom Veranstalter.

 

Wie bereits erwähnt, gab es in Vorfeld bereits ACR intern Unstimmigkeiten über die Teilnahme am besagten Event. Unzureichende Reglementierungen und aufgewärmte Gesetzmäßigkeiten ließen viele Fahrer ein wenig sauer aufstoßen und kehrten einem Antritt den Rücken.

Zu Recht wie wir finden. Zu Unrecht finden wir, Vorschläge von Teilnehmer seitens der SBB Leitung teils zu ignorieren und schlimmer noch, ins lächerliche zu ziehen. Dies steht in keinster weise im Einklang mit der Philosophie von ACR – somit wird es auf der SBB keine weiteren, unter unserer Flagge stehenden, Starts geben. (Jegliche Teilnahme einzelner User ist davon natürlich nicht betroffen.)

Dies bedeutet allerdings kein Aus für den endurance Bereich von ACR. Im Gegenteil, werden wir weiterhin verstärkt mit anderen Communitys zusammen arbeiten und auf Langstreckenevents auch außerhalb Flagge zeigen. So beispielweise beim 2h Rennen auf Spa, bei den Kollegen der Rennsimulanten im Zuge deren WEC Meisterschaft am 05.08.17, sowie im September zum 12h Rennen bei explaysive.tv ebenfalls in Belgien.

Dennoch danken wir für die vielen tollen Rennen, für das meist vorbildliche Verhalten auf der Strecke, die teils spannende Duelle und natürlich für das tolle Livestreaming via Flightmaximes

In diesem Sinne

facepalm

Dienstag, 25 Juli 2017 12:29

30.07.2017 - Lotus Evora GTC @ Adelaide Clipsal500

geschrieben von

Server:
ACR#1
Passwort: acr

Training:
Offizielles Training: 19:00 Uhr - 20:00 Uhr

Qualifiyng:
20:00 Uhr - 20:30 Uhr

Rennen:
Ab 20:30 Uhr - 45 Minuten

Downloads:
>>Adelaide Clipsal 500 2011<<

Freitag, 07 Juli 2017 15:46

12.07.2017 - DTM 2015 @ Norisring

geschrieben von
Montag, 12 Juni 2017 09:03

18.06.2017 - Lotus 3-Eleven @ Interlagos

geschrieben von

Interlagos

Server:
ACR#2
PW: acr

Training:
19:30 Uhr - 20:30 Uhr

Qualifiyng:
20:30 Uhr - 20:50 Uhr

Rennen:
Ab 20:50 Uhr - 28 Runden

Downloads:

Interlagos

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